Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Piloten fordern schärfere Regeln für private Drohnen

Schönefeld Piloten fordern schärfere Regeln für private Drohnen

Drohnen sind ein Verkaufsschlager. Dagegen hat die Pilotenvereinigung Cockpit nichts. Sie ist aber besorgt über die Sicherheit im deutschen Luftraum. Die Regeln müssten verschärft werden, bevor es zu spät ist.

Schönefeld. Für den Einsatz ziviler Drohnen in Deutschland verlangt die Vereinigung Cockpit (VC) strengere Regeln. Hobbypiloten müssten zudem besser über die Vorschriften im Luftraum aufgeklärt werden.

Das Problem seien die privaten „Wildflieger“, nicht die kommerziell eingesetzten Drohnen, sagte das Vorstandsmitglied der Pilotengewerkschaft, Markus Wahl, am Donnerstag auf der Luftfahrtmesse ILA in Schönefeld. „Wenn man sie falsch betreibt, stellen die Drohnen eine Gefahr für Leib und Leben von Menschen dar.“

Je nach Größe der Drohne und Luftkontrollzone dürfen unbemannte Fluggeräte derzeit legal bis zu 750 Meter hoch fliegen. Die VC spricht sich für niedrigere Maximalhöhen aus.

Diese zulässige Höhe solle aber nicht generell bei 100 Metern liegen, wie es ein Referentenentwurf für die geplante neue Luftverkehrsordnung vorsehe. Denn das träfe auch die Modellflieger, die derzeit über abgegrenztem Gelände höher fliegen dürfen.

Für unbemannte Flugsysteme müsse es künftig eine „Ausweichpflicht“ geben, denn sie seien für Piloten schwer erkennbar, sagte Wahl. Es gebe bereits heute Techniken, die Drohnen automatisch daran hinderten, in Gefahrenzonen wie Flughäfen zu fliegen. Außerdem sollte jede Drohne markiert werden, so dass sie dem Besitzer oder Steuerer zugeordnet werden könne.

Der Experte berichtete, in den USA seien von November 2014 bis August 2015 rund 750 Beinahe-Zusammenstöße gemeldet worden. Mehrmals habe es gefährliche Begegnungen von Drohnen und Verkehrsflugzeugen beim Landeanflug gegeben.

In Deutschland seien nach einer Schätzung der Deutschen Flugsicherung (DFS) bis heute etwa 400 000 Drohnen verschiedener Größen zur privaten und kommerziellen Nutzung verkauft worden, sagte Wahl. Bis zum Jahr 2020 dürften es laut der jüngsten Prognose rund 1,1 Millionen sein. „Drohnen sind der Renner“, stellte Wahl fest. Derzeit drohe die Regulierung dieses neuartigen Luftverkehrs von der rasanten Entwicklung überholt zu werden.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Frankfurt/Main

Die Lufthansa krempelt ihre Pilotenausbildung um. Feste Job-Versprechen gehören wohl der Vergangenheit an. Der Nachwuchs startet mit deutlich höheren Risiken ins Berufsleben.

mehr
Mehr aus Wirtschaft
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.