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Poeler Pflanzenzüchter bauen aus

Malchow/Insel Poel Poeler Pflanzenzüchter bauen aus

Unternehmen investiert 6,5 Millionen Euro in neue Arbeits- und Laborräume

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Fanny Stoll von der Norddeutschen Pflanzenzucht untersucht im neuen Keimlabor Rapssamen.

Quelle: Wüstneck/dpa

Malchow/Insel Poel. Die Norddeutsche Pflanzenzucht in Malchow auf der Insel Poel hat gestern ein 6,5 Millionen Euro teures Gebäude mit Arbeits- und Laborräumen in Betrieb genommen. Mit dem Neubau, der ohne Fördermittel entstand, verbessern sich die Arbeitsbedingungen für etwa 80 Beschäftigte, teilte das Unternehmen mit. Bisher hätten sie teilweise beengt gearbeitet. Nun sei alles unter einem Dach untergebracht – vom Trocknen und Aufbereiten des Erntegutes über die Analytik bis hin zum Verpacken und Lagern des Saatgutes. Von den verbesserten Pflanzenzuchtbedingungen profitieren auch andere Landwirte, weil leistungsfähige Pflanzen höhere Erträge versprechen.

Die Norddeutsche Pflanzenzucht Hans-Georg Lembke KG ist ein mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Hohenlieth (Schleswig-Holstein) und Malchow. Auf der Ostseeinsel Poel werden Raps und Futterpflanzen, wie Gräser und Klee, gezüchtet. Der Betrieb entstand um die vorletzte Jahrhundertwende aus einem Landwirtschaftsbetrieb, der über Generationen im Familienbesitz war. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er in ein Volkseigenes Saatzuchtgut umgewandelt. Der Sohn des Firmengründers, Hans-Georg Lembke, baute einen Pflanzenzuchtbetrieb im Westen auf, der nach der Wiedervereinigung den Ursprungsbetrieb auf Poel zurückkaufte.

Minister Backhaus wertete die Eröffnung des neuen Firmengebäudes als ein positives Signal für den Ackerbau im Land. Die Firma gehöre zu den wichtigsten Rapszüchtern Deutschlands. Sie entwickelte die „Poeler Landsorte“, die 1911 erstmals als Originalsorte anerkannt wurde und anderen Sorten jahrzehntelang bei Korn- und Strohertrag, Frosthärte und Schädlingstoleranz überlegen war.

Heute vertreibt das Unternehmen 150 eigene Sorten in mehr als 30 Länder. Es hat Niederlassungen und Tochterfirmen in der Ukraine, Großbritannien und Kanada.

Birgit Sander

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