Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft RWE-Mitarbeiter bekommen in zwei Stufen mehr Geld
Nachrichten Wirtschaft RWE-Mitarbeiter bekommen in zwei Stufen mehr Geld
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:46 26.02.2013
Die 30 000 RWE-Beschäftigten in Deutschland bekommen nach den Gewerkschaftsangaben in diesem und im kommenden Jahr eine Gehaltserhöhung. Foto: Oliver Berg
Düsseldorf

Die Tarifkommission der Gewerkschaften Verdi und IG BCE gab am Montag mit großer Mehrheit grünes Licht für das Verhandlungsergebnis der vierten Tarifrunde von Freitagabend. In letzter Sekunde sei bei RWE ein Streik abgewendet worden. Verdi hatte im Eon-Tarifkonflikt mitten im Winter sogar mit einem unbefristeten Streik bis hin zu den Kraftwerken gedroht. Beide Energieriesen müssen trotz Sparkurs die Gehälter spürbar anheben.

Die 30 000 RWE-Beschäftigten in Deutschland bekommen nach den Gewerkschaftsangaben in diesem und im kommenden Jahr eine Gehaltserhöhung. Die Entgelte steigen demnach rückwirkend zum 1. Februar 2013 um 2,75 Prozent sowie zum 1. Februar 2014 um weitere 1,75 Prozent. Zudem seien Einmalzahlungen von je 250 Euro für Januar 2013 und Februar 2014 vorgesehen. Der Tarifvertrag gilt bis Ende 2014. Das Ergebnis sichere eine Erhöhung der Gehälter, die über der Inflationsrate liege, erklärte Verdi-Bundesvorstand Erhard Ott. Der IG-BCE-Verhandlungsführer Holger Nieden sagte, jetzt gehe es noch darum, die Übernahme von Ausgebildeten zeitnah zu regeln.

Betriebsbedingte Kündigungen seien für zwei weitere Jahre bis Ende 2014 ausgeschlossen. Für den Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung solle bis Ende 2013 eine Nachfolgeregelung vereinbart werden, die den „geänderten energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen“ Rechnung trage, erläuterte Verdi. Geplant sei, unverzüglich Verhandlungen dazu aufzunehmen. Verdi und IG BCE - zu einer Tarifgemeinschaft bei RWE zusammengeschlossen - hatten sechs Prozent mehr Geld und einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2023 gefordert.

Beim Konkurrenten Eon bekommen die 30 000 Beschäftigten in Deutschland rückwirkend ab Jahresbeginn 2,8 Prozent mehr Geld plus eine Einmalzahlung von 300 Euro. Dieser Tarifabschluss hat eine Laufzeit von 13 Monaten. Die Tarifkommission von Verdi und IG BCE stimmte am 6. Februar mit großer Mehrheit dafür. Im Tarifkonflikt bei Eon hatten sich Gewerkschaftsmitglieder in einer Urabstimmung zunächst für einen Streik ausgesprochen, bevor es dann zum neuen Anlauf und zu einer Einigung kam.

RWE ist ähnlich wie Eon durch die Energiewende in Deutschland und die niedrigen Großhandelspreise für Strom in die Klemme geraten. Deutliche Gewinne in der Erzeugung erwirtschaften bei RWE eigentlich nur noch die Braunkohlekraftwerke, vor allem die älteren Modelle, die bereits weithin abgeschrieben sind. RWE will weltweit gut 10 000 Stellen streichen, um den Essener Konzern profitabler zu machen.

dpa

Europas größter privater Fernsehsender, die RTL Group, schüttet trotz sinkender Gewinne eine Milliardendividende aus. 1,6 Milliarden Euro sollen an den Hauptanteilseigner Bertelsmann und die übrigen Anleger gezahlt werden - mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

26.02.2013

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Montag gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3304 (Freitag: 1,3186) Dollar fest.

04.03.2013

Daimler-Chef Dieter Zetsche bekommt die jüngsten Rückschläge des Autobauers auch in seinem Geldbeutel zu spüren. Nach rund 8,7 Millionen Euro für 2011 kassiert der Konzernlenker für das vergangene Jahr nach derzeitigem Stand eine halbe Million Euro weniger (8,2 Mio.

26.02.2013