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Nachrichten Wirtschaft Der Winter naht: Rechtzeitig Reifen wechseln
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06:00 06.11.2018
Bosch Service Rostock Südstadt: Mechatroniker Sven Hoffmeister (31) beim Auswuchten der Räder. Quelle: Dietmar Lilienthal
Rostock

Nun wird’s langsam Zeit: Wegen des milden Wetters sind viele Autos noch auf Sommerreifen unterwegs. Doch die kalte Jahreszeit lässt sich nicht dauerhaft ausbremsen. Daher sollten Autofahrer so langsam an den Wechsel auf Winterreifen denken. Ohne Termin geht allerdings vielerorts nichts mehr: Reifencenter und Werkstätten haben Hochkonjunktur.

„Wir haben reichlich zu tun“, sagt etwa Katrin Hoppe-Schwonbeck, Inhaberin des Bosch Car Service Schwonbeck in Rostock. „Die vorbildlichen Kunden haben zwar wie üblich im Oktober wechseln lassen. Aber manchem fällt es auch erst jetzt ein – teilweise einen Tag vor einer geplanten Reise.“ Doch diese Kunden muss die Chefin vertrösten: „Die Wartezeit beträgt derzeit mindestens eine Woche.“ Einen Termin sollte man grundsätzlich machen: Manche Anbieter bewahren die Reifen ihrer Kunden in Lagern auf und brauchen daher einige Tage Vorlauf, um sie heranzuschaffen.

Die Grundregel, „von O bis O“ – also von Oktober bis Ostern – Winterreifen zu nutzen, gelte nach wie vor, sagt Christian Hieff vom Autoclub ADAC, auch wenn es in diesem Jahr im Oktober noch lange ungewöhnlich warm war. „Wenn es im November plötzlich kalt wird, kann es schon zu spät sein.“ Auf keinen Fall sollten Autofahrer warten, bis der erste Schnee angekündigt wird. „Dann sind Reifen mit besonders guten Test-Bewertungen teilweise schon vergriffen.“

Wer das ganze Jahr über mit Winterreifen gefahren ist, sollte prüfen lassen, ob sie noch in Ordnung sind, empfiehlt Hieff. „Bei hohen Temperaturen, wie wir sie im Sommer 2018 hatten, können Winterreifen Schaden nehmen.“ Das sei allerdings oft nicht mit bloßen Augen zu erkennen. Eingelagerten Reifen habe die Hitze allerdings nichts anhaben können, wenn sie nicht gerade in der prallen Sonne lagen.

Wer nicht auf einen Werkstatt-Termin warten will und es sich zutraue, könne die Räder auch selbst wechseln. Dabei gebe es jedoch einiges zu beachten, erklärt Hieff. Das fängt mit dem richtigen Arbeitsgerät an „Das Werkzeug, das beim Autokauf mitgeliefert wird, ist oft nur für Notfälle gedacht.“ Der ADAC rät daher, zusätzlich zum Wagenheber Gummistempel zum Aufbocken des Autos zu nutzen. Die Radmuttern sollten schon vor dem Aufbocken gelöst werden.

Sind die Sommerräder abgenommen, bietet sich eine Mini-Inspektion an: „Man sollte prüfen, ob die Reifen ungleichmäßig abgefahren sind. Das könnte ein Hinweis auf einen Defekt am Fahrwerk sein“, so Hieff. Auch ein Blick auf die Bremsbeläge lohne sich. Vor dem Aufsetzen der neuen Räder sollte die Nabe gesäubert werden, damit die Felgen perfekt aufsitzen. Wichtig sei es, bei den Rädern die Laufrichtung zu beachten, also die linken nur links und die rechten nur rechts zu montieren. Zum richtigen Festziehen der Muttern empfiehlt der Experte einen Drehmoment-Schlüssel.

Für Autofahrer, die ihre Sommerreifen zu Hause aufbewahren, hat Hieff weitere Tipps: „Komplette Räder mit Felgen sollten liegend gelagert werden.“ Reifen ohne Felge sollten dagegen aufgestellt und alle paar Wochen ein Stück weitergedreht werden.

Wer keine Lust auf das halbjährliche Wechselspiel hat, kann auch Ganzjahresreifen greifen. Die seien aber aus Sicht des ADAC nicht für jeden geeignet. „Man sollte vor allem im Flachland unterwegs sein, nicht zu viele Kilometer im Jahr zurücklegen, ein kleineres Auto haben und bei Schnee auch mal ein oder zwei Tage auf sein Auto verzichten können“, sagt Hieff.

Axel Büssem

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