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Wirtschaft Reederei Aida steigt in Markt für Weltreisen ein
Nachrichten Wirtschaft Reederei Aida steigt in Markt für Weltreisen ein
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00:01 16.09.2016
Die „Aidaprima“ verlässt Ende 2017 den Hafen Hamburg. Quelle: dpa

Kreuzfahrt extrem: Die Rostocker Kreuzfahrtreederei Aida Cruises steigt in den Markt der Mega-Schiffsreisen ein. Im Oktober 2017 startet die „Aidacara“ in Hamburg zu einer dreimonatigen Weltreise. 41 Häfen in 23 Ländern stehen auf der Reiseroute, Stopps gibt es unter anderem in Rio de Janeiro, Buenos Aires und auf den Osterinseln, zweimal wird der Äquator überquert. „Wahrscheinlich vergisst man nach zwei Wochen sein Handy“, sagte Aida-Sprecher Hansjörg Kunze gestern bei einer Veranstaltung in Hamburg, bei der die Reederei ihren neuen Katalog für 2017 vorstellte.

Der Kussmund-Konzern ist optimistisch, genügend Tickets für den extravaganten Dauer- Trip absetzen zu können. Die günstigste Version kostet fast 12000 Euro. Schon einmal hatte Aida eine XXXL- Kreuzfahrt geplant, die 88-tägige Weltreise mit dem aktuell jüngsten Flottenmitglied „Aidaprima“ von Japan nach Hamburg. Der Törn fiel Bauverzögerungen auf der Mitsubishi-Werft zum Opfer.

Bei Lounge-Jazz und Sonnenuntergangskulisse im Hamburger Hafen stellte Aida sein neues Programm ausgewählten Reisebürovertretern, Vertriebspartnern und Journalisten vor. Die Kreuzfahrtreederei erfindet sich neu. Bei der neuen Marke „Aida Selection“ soll offenbar nicht mehr so sehr das Schiff im Vordergrund stehen, sondern „Land und Leute erleben“, wie eine Marketing-Mitarbeiterin sagte.

Dementsprechend sind auf dem Titelbild der dazugehörigen Broschüre keine Schiffe zu sehen, sondern typische Urlaubsmotive an Land.

Die Fahrten übernehmen die kleineren Schiffe „Aidacara“, „Aidaaura“ und „Aidavita“. Reiseziele sind etwa auf einer Südroute Mauritius, die Seychellen und Madagaskar. Eine Nordroute führt auch nach Island und Grönland. Um dafür zu werben, stand gestern in Hamburg ein Schotte namens Steve auf der Bühne. Laut Hansjörg Kunze jagt er seit 25 Jahren das Ungeheuer von Loch Ness und hat es wohl sogar schon einmal gesehen. Steve selbst meinte allerdings, er sei bekannt dafür, weil er dem Monster schon lange vergeblich nachjagt.

Im September 2017 soll das zwölfte Aida-Schiff den Betrieb aufnehmen. Die „Aidaperla“ wird zunächst auf dem Mittelmeer zwischen Mallorca, Barcelona und Marseille fahren. Auch ihr baugleiches Schwesterschiff, die „Aidaprima“, nimmt im November 2017 Kurs aufs Mittelmeer und wird Kreuzfahrten zu den Kanaren anbieten. Bis dahin bricht es weiter ab Hamburg zu siebentägigen Fahrten zu westeuropäischen Metropolen auf, in dieser Wintersaison gar mit einer Riesen-Eislauffläche an Bord. Anders als bei der Selection- Reihe ist bei der großen „Prima“, demnächst auch bei der „Perla“, das Schiff der Star. Dass die im Mai getaufte „Aidaprima“ ihren Taufhafen Hamburg verlassen wird, sorgt dort für Wehmut. Hansjörg Kunze rät davon ab, Tränen zu vergießen: „Wir schauen nur mal kurz in die Sonne und kommen wieder.“

Gerald Kleine Wördemann

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