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Richtfest für Aqvida-Arzneimittelwerk in Dassow

Dassow Richtfest für Aqvida-Arzneimittelwerk in Dassow

Dassow im Kreis Nordwestmecklenburg entwickelt sich zu einem Zentrum der Arzneimittelbranche in Mecklenburg-Vorpommern.

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Ehrengäste verfolgen in Dassow (Nordwestmecklenburg) auf dem Gelände des zukünftigen Arzneimittelwerks der in Hamburg ansässigen Firma Aqvida die Feier zum Richtfest.

Quelle: Jens Büttner/dpa

Dassow. im Kreis Nordwestmecklenburg entwickelt sich zu einem Zentrum der Arzneimittelbranche in Mecklenburg-Vorpommern. Mit der in Hamburg ansässigen Aqvida GmbH lässt sich ein weiteres Pharmaunternehmen in der Kleinstadt vor den Toren Lübecks nieder. Gestern feierte die Firma Richtfest für ihr neues Werk. Knapp zwölf Millionen Euro flossen in den Bau der Produktionsstätte, in der voraussichtlich im Oktober mit der Herstellung von Krebs-Medikamenten begonnen werden soll. Das Land förderte den Bau der 800 Quadratmeter großen Produktions- und Lagerhalle sowie eines zweigeschossigen Labor- und Bürotrakts mit rund fünf Millionen Euro. 26 Mitarbeiter sollen in dem Werk beschäftigt werden.

„Wir haben bereits zehn Fachleute gefunden und werden die Beschäftigtenzahl dann schrittweise mit dem Ausbau der Produktion aufstocken“, kündigte Geschäftsführer Wolfgang Heinze an. Bislang habe sich seine Firma vorwiegend mit Entwicklung und Zulassung von Generika beschäftigt und im Ausland produzieren lassen. Wegen der positiven Geschäftsentwicklung habe man sich aber entschlossen, auch die Herstellung der wirkstoffgleichen Kopien von meist teuren Markenprodukten in Deutschland vorzunehmen. Laut Heinze erzielte das Unternehmen einen Umsatz von etwa zehn Millionen Euro, das jährliche Wachstum habe bei etwa 20 Prozent gelegen.

„Aqvida trägt durch seine Ansiedlung zur weiteren Entwicklung des Standortes Dassow als Zentrum für Unternehmen und Dienstleister im Pharma- und Medizintechnikbereich bei. Im Gewerbegebiet sind in den vergangenen Jahren in der Branche rund 750 Arbeitsplätze entstanden“, teilte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) anlässlich des Richtfestes mit. Nach der Insolvenz des CD-Werkes in Dassow als ehemals größtem Arbeitgeber hatten sich in dem früheren Grenzort bereits andere Unternehmen der Medizinwirtschaft angesiedelt. Allein die Lübecker Firma EuroImmun, die Reagenzien für die medizinische Labordiagnostik herstellt, beschäftigt in Dassow inzwischen rund 500 Mitarbeiter.

Nach Angaben Glawes ist die Gesundheitswirtschaft „ein strategisch wichtiger Zukunftsmarkt mit deutlichem Wachstumspotenzial“. Die Branche biete hoch qualifizierten Menschen Jobs. „Davon brauchen wir noch mehr im Land“, so der Minister. Die Gesundheitswirtschaft in MV beschäftigt bereits 136600 Menschen.

OZ

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