Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Richtfest für Rohrwerk in Mukran
Nachrichten Wirtschaft Richtfest für Rohrwerk in Mukran
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 20.08.2016

Ungeachtet aller bundespolitischer Differenzen nimmt die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Mecklenburg-Vorpommern und der Türkei Fahrt auf. Gestern feierte die Deutsche Bogenn GmbH am Hafen Mukran das Richtfest für ihre neue Produktionsstätte – im Beisein unter anderen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Wirtschaftsminister Harry Glawe (beide CDU).

„Die Ansiedlung der Bogenn ist ein gutes Signal für eine weitere erfolgreiche Entwicklung des Mukran Port und eröffnet Zukunftsperspektiven weit über den Hafen und Sassnitz hinaus“, lobte die Kanzlerin die Niederlassung der türkischen Firma. Die Bogenn, eine Tochterfirma der MIR Holding mit Sitz in Istanbul, ist auf die Herstellung von Kunststoffrohren spezialisiert, die in den Bereichen Trinkwasser, Abwasser und Bewässerung eingesetzt werden können.

Am Standort Mukran will das Unternehmen 65 neue Arbeitsplätze schaffen. Das Personal soll zum größten Teil aus der Region rekrutiert werden. „Wir benötigen nicht nur Fachkräfte aus dem Bereich der Elektronik, sondern vor allem ungelernte Mitarbeiter, die wir selbst ausbilden wollen“, beschreibt Cemal Turhan Ilter, Geschäftsführer der Deutsche Bogenn.

Das Werk, in das 31 Millionen Euro investiert werden, wird im Auftrag der Fährhafengesellschaft errichtet und mit neun Millionen Euro vom Land gefördert. Ab kommendem Jahr soll die Produktion aufgenommen werden. Von Sassnitz aus sollen vor allem die Märkte in Russland und im Ostseeraum beliefert werden. Die Rohre sollen einen Durchmesser von bis zu 2,60 Metern haben. In einem späteren Ausbauschritt sollen sogar die größten Kunststoffrohre der Welt mit einer Länge von bis zu 1,5 Kilometern hergestellt werden.

Die Kooperation mit der Türkei sei für die Region äußerst vielversprechend, meint Michael Sturm, Geschäftsführer von Invest in MV. „Die Türkei ist ein interessanter Markt. Wir werben derzeit erfolgreich für weitere Ansiedlungen in MV“, erzählt er. „Das Produktionslabel ,Made in Germany' hat immer noch große Strahlkraft und ist bei türkischen Unternehmen sehr beliebt.“ MV sei eine der wenigen Regionen, die ihre aktuelle Präsenz in der Türkei nicht zurückgeschraubt hat.

Anne Ziebarth

Privatkunden bleiben in der Regel verschont

20.08.2016

Vollstreckungsbescheid zur Ersatzteillieferung liegt vor

20.08.2016

Die Postbank schränkt ihr Angebot an kostenlosen Girokonten deutlich ein. Für das klassische Konto Postbank Giro plus, das bisher bei einem Geldeingang von mindestens ...

20.08.2016
Anzeige