Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Roboter-Autos: Bosch kooperiert mit chinesischen Firmen
Nachrichten Wirtschaft Roboter-Autos: Bosch kooperiert mit chinesischen Firmen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:42 19.04.2017
Autonomes Fahren mit einem System von Bosch: China ist der größte Automarkt der Welt und für das Unternehmen wird das asiatische Riesenland immer wichtiger. Quelle: Daniel Naupold
Anzeige
Schanghai

Der deutsche Hightech-Konzern Bosch drängt mit Technik für selbstfahrende Autos auf den chinesischen Markt.

Der Zulieferer und Sensoren-Hersteller gab in Schanghai bekannt, künftig mit dem chinesischen Internetkonzern Baidu und den beiden dortigen Kartenherstellern AutoNavi und NavInfo zusammenzuarbeiten und Daten zu liefern.

Für automatisiertes Fahren mangele es noch an sehr genauen, aktuellen Karten, das wolle man ändern, sagte der zuständige Bosch-Geschäftsführer Rolf Bulander. Daten der Bosch-Sensoren sollen dabei helfen, dass der Standort der Fahrzeuge in China auf den Zentimeter genau bestimmt werden kann.

Eine erste Karte soll bis Jahresende erstellt werden. Über die finanzielle Ausgestaltung der Kooperation wurden keine Angaben gemacht. Die Kooperation der Firmen wurde am Mittwoch auf einer Automesse in Schanghai vorgestellt.

Autohersteller und Zulieferer entwickeln immer umfassendere Technik für selbstfahrende Wagen. Ein voll automatisiertes Auto, bei dem ein Mensch gar nichts mehr machen muss und nur noch als Passagier an Bord ist, ist aber noch Zukunftsmusik. Bosch testet auf einer chinesischen Autobahn künftig mit Baidu ein teilautomatisiertes Fahrzeug. Ähnliche Testfahrten mit Bosch-Beteiligung gibt es bereits in Deutschland, den USA und in Japan.

Einer Umfrage zufolge sehen Chinesen das Thema automatisierte Autos deutlich positiver als Deutsche. Laut der Erhebung des Instituts Lightspeed Research im Auftrag von Bosch unter 6000 Menschen sind in China 74 Prozent der Befragten für eine rasche Einführung selbstfahrender Autos, in Deutschland sind es nur 33 Prozent und in den USA nur 31 Prozent.

China ist der größte Automarkt der Welt. Für Bosch wird das asiatische Riesenland immer wichtiger. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz seiner Kfz-Zulieferer-Sparte den Angaben zufolge um etwa 15 Prozent auf 9 Milliarden Euro. In lokaler Währung lag das Plus sogar bei gut 23 Prozent.

dpa

Mehr zum Thema

Nordamerika-Chef Hinrich Woebcken hat sich vor einem Jahr auf einen der heißesten Stühle bei VW gesetzt. In der Dieselkrise geht es zwar voran, doch mit US-Präsident Trump drohen schon wieder neue Risiken. Warum der Manager trotzdem zuversichtlich ist.

16.04.2017

Daimler-Aufsichtsratschef Manfred Bischoff kann sich Vorstandschef Dieter Zetsche durchaus als seinen Nachfolger vorstellen.

17.04.2017

Der US-Fahrvermittlungsdienst Uber stößt bei seiner Expansion in Europa nun auch in Tschechien auf Widerstand.

18.04.2017

Anfang 2017 hat Tesla den deutschen Autozulieferer Grohmann übernommen – seitdem streiten sich die Gewerkschaft IG Metall und das Unternehmen über einen Tarifvertrag. Tesla versichert nun, dass die Arbeitsplätze sicher seien und teilt Mitarbeitern Aktien zu.

19.04.2017

Das Paketgeschäft ist Wachstumstreiber der Logistikbranche. Wo sich das Rad der Zustellung immer schneller dreht, werden Hände benötigt. Ohne neue Jobs wären DHL, Hermes, DPD & Co schnell am Ende. Doch auf dem Arbeitsmarkt gibt es erste Engpässe.

19.04.2017

Wie schmeckt die Farbe eines Buntstiftes? Bernd Fritz wusste es auch nicht, ließ es aber alle Welt bei „Wetten, dass..?“ glauben - und sorgte damit für einen Skandal.

19.04.2017
Anzeige