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Rostock/Stralsund Rostock legt beim Umschlag zu

Hafengesellschaft erwartet mehr Wachstum durch Seekanal-Vertiefung

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Um sieben Prozent hat der Rostocker Überseehafen im vergangenen Jahr beim Umschlag zugelegt.

Quelle: Foto: Aufwind-Luftbilder.de

Rostock/Stralsund. Der Rostocker Überseehafen hat seinen Umschlag im Jahr 2016 um sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesteigert und damit seine Stellung als größter deutscher Ostseehafen ausgebaut. Brutto seien 26,8 Millionen Tonnen umgeschlagen worden, berichtete Hafen-Geschäftsführer Gernot Tesch. Nur im Jahr 2008 sei vor der Weltwirtschaftskrise ein besseres Ergebnis erzielt worden. Vor allem in den tonnen intensiven Hauptgutarten Flüssig- und Schüttgut sowie Fähr- und RoRo-Güter seien bemerkenswerte Zuwächse erzielt worden.

Erfolgreich sei auch die Bilanz des Kreuzfahrthafens Warnemünde. Dank der Kooperation mit dem Flughafen Rostock-Laage und drei Kreuzfahrtreedereien sei ein Rekord von 766000 Passagieren erzielt worden, die an und von Bord gingen. Für die nächste Saison (27. April bis 12. Oktober) werden mehr als 800000 Passagiere erwartet. Der Hafen rechnet mit 192 Anläufen von 38 Kreuzfahrtschiffen.

Große Hoffnungen für die weitere Entwicklung setzen die Hafenchefs auf die angekündigte Vertiefung des Seekanals von 14,5 auf 16,5 Meter. Alleine die Ankündigung, dass diese mehr als 100 Millionen teure Baumaßnahme in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen worden sei, habe vor allem im Getreidebereich für eine steigende Nachfrage nach Neuansiedlungen gesorgt.

Im Idealfall könnten durch die für Anfang der 2020er Jahre erwartete Vertiefung Schiffe mit einer Maximalbeladung von 120000 Tonnen in Rostock anlegen. Das seien bis zu 25 Prozent mehr als heute. „Wir haben dann eine ähnliche Wettbewerbssituation wie Danzig“, sagte Geschäftsführer Jens Scharner. Gleichzeitig mit der Vertiefung des Seekanals müssten die Liegeplätze im Seehafen angepasst werden, was zu weiteren hohen Investitionen führen werde.

Ein Vorteil bei der geplanten Vertiefung sei, dass der vorhandene Seekanal hin zur Kadetrinne bereits in den 1990er Jahren künstlich angelegt worden sei, sagte Scharner. Schon damals seien Vorkehrungen für eine zweite Ausbaggerung getroffen worden.

Der Stralsunder Seehafen konnte die Umschlagszahlen aus dem Vorjahr von 1,63 Millionen Tonnen annähernd halten. Hafenchef Sören Jurrat sprach von einer stabilen Umschlagsentwicklung an den Kaikanten. Mit einer „breit gefächerten Güterstruktur sind wir nicht nur von einer Ladung abhängig“, so Jurrat. Zum Ladungsmix gehörten u. a. Bleche, Gips, Stammholz sowie Düngemittel, Baustoffe und Tiefkühlprodukte.

OZ

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