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Rostocker sorgt für gute Luft in Kliniken und Firmen

Rostock Rostocker sorgt für gute Luft in Kliniken und Firmen

Die Dr. Diestel GmbH rüstet mit ihren Lüftungs- und Klimasystemen viele Gebäude in Mecklenburg-Vorpommern aus / Der Jahresumsatz liegt bei 13 Millionen Euro

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Konstruktions-Mechaniker Ruslan Boyarkin (26) von der Dr. Diestel GmbH bei der Herstellung eines Lüfterkanals.

Quelle: Fotos: Dietmar Lilienthal

Rostock. Dünne Stahlbleche für gute Luft: Als der Rostocker Thomas Diestel 1994 seine Firma gründete, wollte er eins – mit Lüftungs- und Klimasystemen so viele Gebäude wie möglich ausstatten. Heute, 22 Jahre später, kann der Geschäftsführer eine ziemlich lange Kundenliste vorweisen – mit bekannten Unternehmen aus dem ganzen Land. Der Umsatz der Dr. Diestel GmbH beträgt jährlich zwischen elf und 13 Millionen Euro. Motto: „Kein Auftrag ist zu klein.“

OZ-Bild

Die Dr. Diestel GmbH rüstet mit ihren Lüftungs- und Klimasystemen viele Gebäude in Mecklenburg-Vorpommern aus / Der Jahresumsatz liegt bei 13 Millionen Euro

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Nachdem Thomas Diestel Schiffskörperkonstruktion studiert hat, heuert er bei der Warnowwerft an und stellt Lüftungsanlagen für Schiffe her – mit Erfolg. Die Abteilung läuft gut. Nach der Wende fragt er seine Kollegen: Wollen wir uns selbstständig machen? Und tatsächlich: Viele sind dabei, als 1991 die erste Firma gegründet wird – von ihm und einem Geschäftspartner. Sie fangen mit 13

Mitarbeitern an, zwei Jahre später sind es 60. Das Geld verdienen sie vor allem im Schiffbau. 1993 trennen sich die Geschäftspartner. „Ein Jahr später habe ich dann allein ein Unternehmen gegründet und mich auf den Anlagenbau an Land konzentriert“, berichtet Diestel. Aus den anfänglich 32 Mitarbeitern sind heute 120 geworden.

Entwickelt und hergestellt wird die Technik am Firmenstandort in Rostock-Marienehe. Dort hat der Unternehmer in eine Fertigungsstrecke investiert. Mit der können unter anderem dünne Bleche zu Luftkanälen in allen Variationen geformt worden – eckig, rund, geschweißt und gefalzt. Auch Klima- und Kältesysteme werden gebaut sowie Reinraum- und Hygieneanlagen, die keinen Staub hineinlassen und Temperaturen konstant halten. „Wichtig ist das vor allem in der Forschung und Medizin“, erklärt Diestel. Zu seinen Kunden zählen Versuchslabore, Krankenhäuser, das Hansedom Stralsund, die Yachthafenresidenz Hohe Düne, der Rostocker Windhersteller Nordex, die Ifa-Hotelgruppe und das Schweriner Kaffeekaspelwerk von Nestle sowie ganz viele Pensionen, Arztpraxen und Büros. Dabei spielt Anlagen- und Gebäudeeffizienz eine immer größere Rolle. „Die Unternehmen schauen sich ihre Energiekosten genau an“, erklärt Diestel. Neben Neuentwicklungen mache sich das bei der Wartung der Anlagen bemerkbar. Die bietet die GmbH ebenfalls an – mit wachsendem Erfolg. „Dazu gehört auch, das alte Komponenten gegen neue ausgetauscht werden, um die Kosten zu senken“, ergänzt Diestel.

Der 60-Jährige ist der Bruder des letzten DDR-Innenministers Peter-Michael Diestel. Im Geschäftsleben hat er seinen Sohn Marcus (40) an der Seite. „Das ist ein Glücksmoment“, betont er. Es sei eine wahnsinnige Last, in familiäre Fußstapfen zu treten. Man müsse viel Privatsphäre opfern. Aber sein „Junior“ mache ihn stolz. Der hat Wirtschaftsingenieur für Energietechnik in Leipzig studiert und alle Abteilungen der Firma durchlaufen. Zurzeit arbeitet Marcus Diestel als Prokurist und stellvertretender Geschäftsführer. Sein Ziel ist es, einmal die Firma zu übernehmen. Die braucht dringend weitere Arbeitskräfte. Die hofft der Firmenchef in Lettland zu finden. Ende Oktober reist er nach Riga, um sich auf Messen umzuschauen. „Ich suche keine billigen Mitarbeiter, sondern ich suche einfach nur Mitarbeiter“, betont Diestel. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, arbeite er zudem mit Fachhochschulen zusammen. Zudem könne sich die Belegschaft regelmäßig in einer Klinik durchchecken lassen und gemeinsam Sport treiben.

Der dreifache Vater entspannt gern bei klassischer Musik: „Sie ist mein Uhrwerk für einen gesunden Körper und Geist.“ Einmal im Jahr fahre er zu einer Musikveranstaltung in seine Geburtsstadt Dresden. Zudem engagiert er sich als Vorstandschef bei der Philharmonischen Gesellschaft Rostock.

Kerstin Schröder

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