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Wirtschaft Rostocks IHK-Chef unter Verdacht
Nachrichten Wirtschaft Rostocks IHK-Chef unter Verdacht
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03:38 17.04.2013
Claus Ruhe Madsen ist der neue Präsident.

Die Industrie- und Handelskammer Rostock (IHK) reagiert offensiv auf die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Rostock gegen Manager der Kammer. Es liege eine anonyme Anzeige gegen den Hauptgeschäftsführer Andreas Sturmowski vor, räumte die IHK gestern ein. Der Verdacht laute Untreue zum Nachteil der Kammer. Der Geschäftsführer und andere Mitarbeiter hätten den Ermittlern alle geforderten Unterlagen übergeben. Das Präsidium der Kammer werde die Angelegenheit erst bewerten, wenn Ergebnisse der Untersuchungen vorliegen. Es gelte die Unschuldsvermutung.

Wie die OSTSEE-ZEITUNG berichtet hatte, durchsuchten vergangenen Donnerstag Staatsanwälte und Polizei Privatwohnungen von führenden IHK-Mitarbeitern. Die Ermittler sollen auch im Berliner Wohnhaus von Sturmowski vorstellig geworden sein. Zu Einzelheiten will sich die Staatsanwaltschaft Rostock nicht äußern, die Ermittlungen stünden ganz am Anfang.

Unterdessen wählte die IHK-Vollversammlung am Montagabend den Rostocker Möbelhändler Claus Ruhe Madsen (40) zum neuen Präsidenten. Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft waren im Vorfeld der Wahl bekannt geworden. Der gebürtige Kopenhagener ist geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Möbel Wikinger, zu dem Geschäfte in Rostock, Karnin (Landkreis Vorpommern-Rügen), Berlin, Potsdam und Dresden gehören. Er folgt dem Unternehmer Wolfgang Hering, der Ende Januar seinen Rückzug angekündigt hatte.

Madsen war der einzige Kandidat und wurde mit großer Mehrheit gewählt. Er wolle „nicht in andere Fußstapfen treten, sondern meinen eigenen Weg als Präsident gehen“, teilte der Hobby-Rennradfahrer mit. Das neue ehrenamtliche Oberhaupt der IHK lebt in Warnemünde, ist verheiratet und Vater einer Tochter. Er will sich insbesondere den Themen Handel, Bildung, Tourismus und maritime Wirtschaft widmen. Seit 2004 gehört der Unternehmer der 45-köpfigen Vollversammlung an, er ist zudem Vorsitzender des Handelsauschusses der IHK.

Im Internet sorgte Madsen kürzlich wegen eines Radio-Spots für seine Möbelmärkte für Aufsehen. Bei Facebook äußerten Dutzende Hörer ihren Unmut über die Werbung, bei dem der Chef selber singt. Er könne nicht singen, räumte Madsen schließlich ein. Die Werbung sei lustig gemeint gewesen. Er bedanke sich bei allen, die sie „verstanden“ und „überlebt“ haben.

Gerald Kleine Wördemann

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