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Wirtschaft Ryanair muss häufige Spätlandungen in Frankfurt erklären
Nachrichten Wirtschaft Ryanair muss häufige Spätlandungen in Frankfurt erklären
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11:18 30.11.2017
Ryanair-Flüge kommen ungewöhnlich oft zu spät in Frankfurt am Main an. Quelle: Boris Roessler
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Frankfurt/Main

Der Billigflieger Ryanair kommt auffallend schlecht mit dem aus Lärmschutzgründen verhängten Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen zurecht.

Das hessische Verkehrsministerium als Luftaufsicht hat daher die irische Fluggesellschaft zu einem Gespräch einbestellt, wie ein Sprecher in Wiesbaden sagte. Zuerst hatte die „Frankfurter Rundschau“ berichtet.

Ryanair muss Anfang Dezember darlegen, dass die häufigen Landungen ihrer Maschinen nach 23 Uhr nicht bereits in der Flugplangestaltung angelegt sind. Nur unter dieser Voraussetzung sind am größten deutschen Flughafen Landungen zwischen 23 und 24 Uhr ohne Einzelfallgenehmigung erlaubt. Gestartet werden darf in dieser Zeit ohnehin nicht.

Ryanair hat mit seinen engen Umläufen besonders viele späte Landefenster kurz vor 23 Uhr. So waren für diesen Donnerstag fünf der letzten acht planmäßigen Landungen für Ryanair vorgesehen.

Die Luftaufsicht befragt seit Oktober bei jeder einzelnen Spätlandung den jeweiligen Piloten nach den Gründen. Ryanair hat sich in der Vergangenheit auf die Auswirkungen von Streiks bei den europäischen Flugsicherungen berufen und eine enge Zusammenarbeit mit dem Flughafenbetreiber Fraport angekündigt. Der Luftaufsicht muss die Gesellschaft nun die Einsatzpläne für die einzelnen Jets vorlegen.

Nach Zahlen des Ministeriums war Ryanair bis vergangenen Montag für 32 von 40 registrierten Spätlandungen im November verantwortlich. Im Oktober verursachten die irischen Jets 39 von 85 registrierten Verspätungen nach der 23-Uhr-Grenze.

Indes liegt die Zahl der gesamten Spätlandungen weit unter der im Planfeststellungsbeschluss genannten Obergrenze. Auch andere Fluggesellschaften wie Condor oder früher Air Berlin landen häufiger zu spät in Frankfurt. Es habe auch Gespräche mit anderen Airlines gegeben, so der Ministeriumssprecher.

dpa

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