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Wirtschaft Saatgutmangel: Bauern sehen Herbstbestellung in Gefahr
Nachrichten Wirtschaft Saatgutmangel: Bauern sehen Herbstbestellung in Gefahr
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00:06 27.09.2017

. Viele Bauern hängen in diesem Herbst mit der Aussaat von Winterweizen, dem wichtigsten Getreide im Land, nach: „Ich habe mich für die Sorte ,Dichter’ entschieden. Die passt optimal zu meinen Böden. Und nun das“, ärgert sich der Chef der Agrargenossenschaft Papendorf bei Rostock, Steven Hirschberg. Er deutet auf eine startbereite Drillmaschine, die längst ihre Runden drehen sollte. Doch nichts rührt sich. Wie ihm ergeht es derzeit vielen Landwirten. Sie setzen auf frühe Winterweizensorten. Die müssen eigentlich um den 15. September in den Boden. Doch der Termin ist längst verstrichen und das bestellte Saatgut noch immer nicht geliefert.

„Wir tun, was wir können. Die Anlagen laufen rund um die Uhr“, sagt der Geschäftsführer der Nordkorn-Saaten GmbH in Güstrow, Andreas Prellwitz. „Aber weil die Ernte erst Anfang des Monats unter Dach und Fach war, gut zehn Tage später als im langjährigen Mittel, hinken wir hinterher“, erläutert er und nennt weitere Gründe für die verspätete   Auslieferung: „Der Anteil der kleinen Körner, also der Körner, die nicht keimfähig sind, ist wesentlich größer als in den vergangenen Jahren. Statt fünf Prozent, wie üblich, sind es diesmal um die 25 Prozent.“ Das Aussortieren koste zusätzliche Zeit.

Das Tochterunternehmen der Ceravis AG ist Dienstleistungsspezialist rund um das Saatkorn. Das reicht von der Zusammenarbeit mit Vermehrungsspezialisten in der Landwirtschaft über das Erfassen und Aufbereiten des Saatgetreides bis hin zum Vertrieb. Rund 130 Sorten sind aktuell im Angebot. Doch nur die frühen Winterweizensorten bereiten derzeit Probleme bei der Aufbereitung.

Jã¼rgen Drewes

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