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Schäfer begrüßen Pläne für den Wolf

Schäfer begrüßen Pläne für den Wolf

Karow/Schwerin. Die Schafhalter in Deutschland haben die Pläne im Koalitionsvertrag von Union und SPD zum künftigen Umgang mit Wölfen begrüßt und eine schnelle praktische Umsetzung verlangt.

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Wölfe auf einem Feld in Niedersachsen. Problemwölfe sollen notfalls auch abgeschossen werden.

Quelle: Foto: Konstantin Knorr/haz/dpa

Karow/Schwerin . Die Schafhalter in Deutschland haben die Pläne im Koalitionsvertrag von Union und SPD zum künftigen Umgang mit Wölfen begrüßt und eine schnelle praktische Umsetzung verlangt. „Das ist ein sehr guter und wichtiger Ansatz“, sagte der Vorsitzende der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände, (VDL), Jürgen Lückhoff, der auch Vorsitzender des Landesschafzuchtverbandes MV ist.

CDU, CSU und SPD haben vereinbart, dass die EU-Kommission den Schutzstatus des Wolfs abhängig von seinem Erhaltungszustand überprüfen soll, um „die notwendige Bestandsreduktion herbeiführen zu können“. Wölfe, die Weidezäune überwunden haben oder für den Menschen gefährlich werden, müssten „entnommen werden“. In Deutschland sind die Wölfe vor allem im Osten und in Niedersachsen verbreitet.„Wir brauchen dringend ganz praktische Möglichkeiten, die Wölfe von weiteren Attacken auf Nutztiere abzuhalten“, sagte Lückhoff in Karow (Kreis Ludwigslust-Parchim). Dazu gehöre die „umgehende Entnahme auffälliger Wölfe“. „Mit Zäunen allein ist das Problem nicht zu lösen“, betonte der Vorsitzende von rund 8000 Schafhaltern. Bundesweit seien 2017 zum ersten Mal rund 1000 Nutztiere von Wölfen getötet oder verletzt worden, darunter immer mehr Kälber und größere Rinder. In MV gab es im Vorjahr 26 Vorfälle mit knapp 90 getöteten und verletzten Schafen, Rindern und Damwild. Das waren fast doppelt so viele Fälle wie 2016.

Nach Auffassung von Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus (SPD) haben die Wölfe in Deutschland die angestrebte Population bereits überschritten. „Wir rechnen inzwischen mit mehr als 1000 Wölfen.“ Damit müssten die Raubtiere wie in Schweden, Estland, Russland und Frankreich „bewirtschaftet werden“. Die Zahl entspreche einem „guten Erhaltungszustand“, so dass der strenge Schutzstatus bei der EU in Brüssel aufgehoben werden sollte. Zudem nehme der Bestand jährlich um 30 Prozent zu, was auch Umweltverbände bestätigen.

W. Wagner

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