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Schiff für ersten Atommüll-Transport unterwegs

Auf dem Neckar unterwegs Schiff für ersten Atommüll-Transport unterwegs

Zum ersten Mal soll es in dieser Woche einen Atommüll-Transport auf einem deutschen Fluss geben. Die Vorbereitungen für die Aktion auf dem Neckar beginnen.

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Am 25. Juni liegen die Transportschiffe Edda (l) und Ronja am Kernkraftwerk Neckarwestheim.

Quelle: Christoph Schmidt

Mannheim. Auf dem Neckar ist ein Transportschiff für den ersten Castor-Transport gestartet. Der Schubverband legte am Montagmorgen um 5.20 Uhr in Neckarwestheim (Kreis Heilbronn) in Richtung Atomkraftwerk Obrigheim (Neckar-Odenwald-Kreis) ab, wie die Polizei mitteilte.

Ein Hubschrauber sei im Einsatz, es gebe keine Einsatzkräfte auf dem Schiff - und keine Kenntnisse über mögliche Störungen, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Göppingen.

Die Beförderung von zunächst drei Castor-Behältern per Schiff auf dem unteren Neckar ist heftig umstritten. Atomkraftgegner kündigten für den Vormittag eine Mahnwache in Gundelsheim an.

Von Neckarwestheim sollte das Schiff etwa 50 Kilometer zum stillgelegten Atomkraftwerk Obrigheim fahren. An diesem Dienstag ist dort die Verladung der drei Castor-Behälter mit Atommüll geplant.

Bleibt es bei den Plänen, legt das Schiff mit ausgedienten Brennelementen an Bord nach dpa-Informationen am Mittwoch Richtung Neckarwestheim ab. Erstmals soll so Atommüll in Deutschland auf einem Fluss transportiert werden. Für die Fahrt zum dortigen Zwischenlager seien bis zu 14 Stunden veranschlagt. Die Abladung der Behälter beginne dann am Donnerstag. Insgesamt will der Energieversorger EnBW fünf Transporte mit je drei Castoren organisieren.

Hunderte Beamte sichern den Einsatz. Atomkraftgegner haben Proteste angekündigt. Der Transport wird von Booten der Wasserschutzpolizei begleitet, der Hubschrauber beobachtet die Lage aus der Luft. Kräfte aus anderen Bundesländern sind dem Vernehmen nicht vor Ort. Als mögliche kritische Punkte werden sechs Schleusen gesehen.

dpa

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