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Schiffskrise hat NordLB fest im Griff

Hannover Schiffskrise hat NordLB fest im Griff

Als einer der größten Schiffsfinanzierer Europas schreibt das Geldinstitut im ersten Halbjahr weiter Verluste

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Ein Containerschiff wird auf dem Container-Terminal Altenwerder im Hamburger Hafen abgefertigt.

Quelle: Christian Charisius/dpa

Hannover. . Die globale Schiffskrise prägt weiter die Bilanz von Norddeutschlands größter Landesbank NordLB. Die ersten sechs Monate schloss der Konzern wegen maroder Schiffskredite und einem neuen Risikopuffer mit einem Verlust von 406 Millionen Euro nach Steuern ab, wie das Geldhaus in Hannover mitteilte. Im ersten Halbjahr 2015 stand noch ein Gewinn von 290 Millionen Euro in den Büchern. Deutschlands drittgrößte Landesbank, die fürs Gesamtjahr ebenfalls einen deutlichen Verlust erwartet, gilt als einer der bedeutendsten Schiffsfinanzierer Europas.

Nun will die NordLB sogar das Vollblutgestüt Harzburg verkaufen. Es liefen Gespräche mit Interessenten, sagte ein Sprecher. Der traditionelle Harzburger Rennverein fürchtet um den Bestand des mehr als 600 Jahre alten Vollblutgestüts.

In ihren Halbjahreszahlen der NordLB sind die Ergebnisse aller Konzerntöchter enthalten – einschließlich der in Schieflage geratenen Bremer Landesbank (BLB). Die NordLB ist mit rund 55 Prozent Mehrheitsgesellschafter bei der BLB, die ab September ihre eigenen Bilanzzahlen vorlegen will. Die Halbjahresbilanz der NordLB dürfte somit auch durch die Schieflage der BLB geprägt sein, die offenbar vor der vollständigen Übernahme durch die Niedersachsen steht. Die Bremer Landesbank hat bereits angekündigt, ihr Portfolio für Schiffsfinanzierungen nun bis 2020 um 2,5 Milliarden auf vier Milliarden Euro reduzieren zu wollen Bei der Reduzierung ihres eigenen Schiffsportfolios vermeldet die NordLB erste Erfolge – seit Jahresbeginn von 19 Milliarden auf 17,9 Milliarden Euro. Die Bank hat eine interne Einheit geschaffen, die die weltweite Vermarktung und den Verkauf von Schiffen und Schiffsfinanzierungen begonnen hat. Am Montag war bekannt geworden, dass die NordLB Finanzierungen für 100 Schiffe im Wert von 1,3 Milliarden Euro abstößt. Weitere ähnliche Transaktionen seien geplant. „Die sich im ersten Halbjahr nochmals verschärfende Schiffskrise hat höher als geplante Wertberichtigungen notwendig gemacht“, sagte Vorstandschef Gunter Dunkel. Die NordLB ist in drei Bundesländern aktiv und übernimmt dort für die Sparkassen die Aufgaben einer Zentralbank. Sie gehört zu 59,1 Prozent dem Land Niedersachsen. Krüger

Ralf

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