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Wirtschaft Schlecker-Manager bewertete Lage positiv
Nachrichten Wirtschaft Schlecker-Manager bewertete Lage positiv
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00:00 16.05.2017
Stuttgart

. Im Bankrottprozess gegen die Familie Schlecker hat der ehemalige Finanzchef die Darstellung Anton Schleckers gestützt. Der Drogeriemarktkönig war nach eigenen Angaben bis zuletzt davon ausgegangen, sein Unternehmen fortführen zu können. Auch der frühere Finanzchef sagte gestern vor dem Landgericht Stuttgart, die Situation sei nicht so ausweglos gewesen, wie sie aus heutiger Sicht erscheine. „Am Ende mussten wir Insolvenz anmelden wegen einer geplatzten Lastschrift“, sagte der Manager, der von 2010 an im Konzern tätig war.

Pleite-Unternehmer Anton Schlecker Quelle: Foto: Dpa

Die Drogeriekette hatte 2012 Insolvenz angemeldet, Zehntausende Mitarbeiter verloren ihren Job. Die Fragen zum genauen Ablauf der Pleite sind wichtig. Denn die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Schlecker schon Ende 2009 die Zahlungsunfähigkeit drohte. Die Anklage wirft Schlecker vor, in den Jahren vor der Insolvenz Vermögen in Höhe von mehr als 25 Millionen Euro dem Zugriff der Gläubiger entzogen zu haben. Für Anton Schlecker hingegen war die Pleite seines Lebenswerks nach seinen Angaben bis zuletzt ausgeschlossen.

In dem Prozess war mehrfach beschrieben worden, dass das Geld bei Schlecker üblicherweise Anfang des Jahres knapp wurde, weil neben dem laufenden Betrieb die Weihnachtsware bezahlt werden musste.

Anfang 2012 spitzte sich die Lage angesichts dreistelliger Millionenverluste im Jahr 2011 zu. Nach Einschätzung des Ex-Finanzchefs war die Lage aber nicht aussichtslos. So sei ein Warenhaus in Ehingen verkauft worden, um den Engpass zu überbrücken. Nur: Die 30 Millionen Euro trafen zu spät auf dem Konto ein. „Mit diesem Geld hätten wir vermutlich die Rate bezahlen können, die zur Insolvenz geführt hatte.“

2011 sei den Mitarbeitern trotz des bereits laufenden Umbauprogramms noch Weihnachtsgeld gezahlt worden.

Annika Grah

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