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Wirtschaft Schlecker: Offenbar milde Strafe
Nachrichten Wirtschaft Schlecker: Offenbar milde Strafe
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00:01 24.10.2017

Im Prozess gegen Ex-Drogeriemarktkönig Anton Schlecker ist die Liste der Vorwürfe ein Stück kürzer geworden. Wie erwartet stellte das Gericht das Verfahren gestern in einigen Punkten vorläufig ein. Mit den verbleibenden geht das Verfahren weiter – und allmählich in die Endphase. Am nächsten Prozesstag am 13. November könnte – je nachdem, wie viele Anträge es noch gibt – die Beweisaufnahme geschlossen werden und die Staatsanwaltschaft ihr Plädoyer halten, hieß es. Auch bei Schleckers mitangeklagten Kindern wurden gestern einige Anklagepunkte gestrichen.

Anton Schlecker Quelle: Foto: Dpa

Schlecker ging im Januar 2012 insolvent, Zehntausende Mitarbeiter verloren ihre Jobs. Anton Schlecker steht seit März unter anderem wegen vorsätzlichen Bankrotts vor Gericht. Die Vorwürfe erstrecken sich auf eine Vielzahl von Klagepunkten, die teilweise nur bestimmte Zeitabschnitte umfassen. Knackpunkt in dem Prozess ist die Frage, wann dem Konzern die Insolvenz drohte – ab dann hätte der heute 72-Jährige keinen Cent mehr aus der Firma ziehen dürfen. In ihrer Klageschrift ging die Staatsanwaltschaft vom 31. Dezember 2009 als Zeitpunkt aus, an dem eine Insolvenz von Schlecker absehbar war. Auf dieser Basis hatte sie eine Schadenssumme von mehr als 25 Millionen Euro errechnet. Inzwischen tendiert sie zu einem Zeitpunkt Ende 2010, der Vorsitzende Richter zum 28. Januar 2011. Dadurch reduziert sich der Umfang der Anklage.

Der Schlecker-Konzern war ein Drogerie-Riese in Europa, doch im vergangenen Jahrzehnt liefen die Geschäfte immer schlechter. Konkurrenten wie Rossmann oder dm punkteten mit gutem Design und besseren Preisen – Schlecker wurde zum „Schmuddelkind“ der Branche, wie ein Zeuge im Prozess sagte.

OZ

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