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Wirtschaft Schwarzarbeit geht zurück
Nachrichten Wirtschaft Schwarzarbeit geht zurück
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00:00 08.02.2017

In Deutschland nehmen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung nach Berechnung von Wissenschaftlern ab. „Bessere Beschäftigungsmöglichkeiten in der  offiziellen Wirtschaft führen dazu, dass weniger Personen ihre Arbeitskraft in der Schattenwirtschaft  anbieten“, heißt es in einer Analyse des Tübinger Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung und der Universität Linz, die gestern veröffentlicht wurde.

Das Verhältnis von Schattenwirtschaft zu offizieller Wirtschaft reduziert  sich der Studie zufolge im achten Jahr in Folge. Der Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist mit 10,4 Prozent (Vorjahr 10,8 Prozent) demnach  so niedrig wie noch nie seit dem Beginn der Studienstatistik 1995. In der Schattenwirtschaft werden in diesem Jahr laut der Schätzung Leistungen im Wert von 330 Milliarden Euro erbracht – sechs Milliarden Euro weniger als 2016. Bezahlungen erfolgen in bar ohne Rechnung und an der Steuer vorbei. Von Schwarzarbeit betroffen sind laut Studienautor Friedrich Schneider von der Universität Linz vor allem Baugewerbe und Handwerk – gefolgt von Gastronomie und haushaltsnahen Dienstleistungen, zu denen etwa auch die 24-Stunden-Betreuung älterer Menschen gehört. „Wir gehen davon aus, dass 90 Prozent der Betreuung in häuslicher Gemeinschaft in Illegalität stattfindet“, sagte die Sprecherin des Verbandes für häusliche Betreuung und Pflege, Juliane Bohl. Kontrollen in privaten Wohnungen seien rechtlich nur schwierig durchzuführen, hieß es von der Generalzolldirektion.

OZ

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