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Schweizer neuer Chef der Deutschen Bank

Frankfurt/Main Schweizer neuer Chef der Deutschen Bank

Vom Amtsvorgänger hat Josef Ackermann in der Deutschen Bank einen enormen Kostendruck übernommen.

Frankfurt. Mit der Ankündigung weiterer Kostensenkungen hat sich Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer von den Aktionären verabschiedet. Der Manager, der als Nachfolger von Hilmar Kopper an die Spitze des Aufsichtsrats wechselt, sagte gestern in Frankfurt am Main, das Hauptproblem der Deutschen Bank seien die nach wie vor hohen Kosten. „Die Deutsche Bank muss sich in mancher Hinsicht neu erfinden, wenn sie erfolgreich überleben will.“ Das gehe nicht ohne Arbeitsplatzabbau. Neuer Vorstandschef wird der Schweizer Josef Ackermann.

Breuer sei sich sicher, dass Ackermann und seine Kollegen die richtigen Schritte für Kurssteigerungen und Erträge ergreifen würden. „Das Schiff ist gut in Schuss, die Crew stark und an ihren Plätzen“, betonte Breuer. Nicht zufrieden zeigte er sich allerdings mit den hohen Kosten, die sich in der Bewertung der Deutschen-Bank-Aktie niederschlügen.

Zwar sei der Marktwert der Bank seit Beginn des Jahres 1997 mehr als verdoppelt worden, relativ gesehen sei der Kurs jedoch nicht stark genug gestiegen. Dadurch sei das Institut gegenüber vielen internationalen Wettbewerbern zurück gefallen.

Um die Kosten in den Griff zu bekommen, hat sich die Deutsche Bank eine umfassende Überprüfung ihrer Geschäftsstrategie verordnet. Das gehe vielfach nicht ohne den Abbau von Arbeitsplätzen, dieser solle so sozialverträglich wie möglich gestaltet werden, sagte Breuer. Ziel bleibe eine Verringerung der operativen Kostenbasis um zwei Milliarden Euro bis Ende 2003.

Der neue Vorstandschef Josef Ackermann kam vor 54 Jahren im Schweizer Kanton St. Gallen zur Welt. In der Schule glänzte er in Mathematik. „Er hat gern mit kalkulierbaren Dingen zu tun“, urteilt ein Banker. Acxkermann studierte Volkswirtschaft an der Elite-Uni von St. Gallen. Zu Studienzeiten gehörte er zu den zehn besten Fünfkämpfern der Schweiz. Seit Kindheitstagen liebt er die Oper.

1979 heuerte er bei der Schweizerischen Kreditanstalt an, der heutige Credit Suisse Group. 1996 wechselte er in den Vorstand der Deutschen Bank. Nach kurzer Zeit wurde er oberster Investmentbanker und verantwortete den Bereich, der der Bank die größten Gewinne beschert. Ackermann ist mit einer Finnin verheiratet und hat eine Tochter.



OZ

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