Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Seewirtschaft Ausflugsschiff ohne CO2: Innogy startet Vorzeigeprojekt
Nachrichten Wirtschaft Seewirtschaft Ausflugsschiff ohne CO2: Innogy startet Vorzeigeprojekt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:01 28.08.2017
Das MS „Innogy“, ein umgebautes Fahrgastschiff, wird mit Methanol, Brennstoffzellen und einem Elektromotor angetrieben. Quelle: Foto: Innogy/dpa

. Die RWE-Ökostromtochter Innogy startet auf dem Essener Baldeneysee ein grünes Vorzeigeprojekt: Konzernchef Peter Terium hat am Freitag das „MS Innogy“ getauft – ein umgebautes Fahrgastschiff, das mit Methanol, Brennstoffzellen und einem Elektromotor angetrieben wird. Laut Innogy ist es das erste Schiff in Deutschland mit dieser Technik und CO2-neutral. Denn bei der Produktion von Methanol wird der Umwelt genauso viel CO2 entzogen wie später beim Antrieb entsteht.

Das Unternehmen will damit zeigen, dass sich „grünes“ Methanol als alternativer Energiespeicher für überschüssigen Wind- und Sonnenstrom eignet. Damit würde ein Kernproblem der Energiewende angepackt. Der flüssige Brennstoff, der aus CO2, Wasser und Strom erzeugt wird, könnte vor allem in Langstreckenfahrzeugen wie Lastwagen zum Einsatz kommen, hoffen die Techniker. Einen Teil des benötigten Methanols stellt Innogy selbst in einer Modellanlage am Ufer des Baldeneysees her.

An Bord des Schiffes dient der so gewonnene Treibstoff als Brennstoff für eine Brennstoffzelle, die Strom für zwei Batterien erzeugt. Diese versorgen das ganze Schiff – vor allem einen Elektromotor. Da mehr Methanol notwendig ist, als die Modellanlage produzieren kann, kauft Innogy Treibstoff in Island zu, wo er ebenfalls umweltfreundlich hergestellt wurde. Maximal vier Stunden kann die CO2-freie Fahrt über den See bisher dauern – dann sind die Batterien leer.

OZ

Berufsgenossenschaft und Seemannsmissionen beklagen Stress auf See. Der führt oft zu chronischer Müdigkeit

28.08.2017

Ron Gerlach (42), Geschäftsführer der deutschen Stena Line GmbH, spricht über höhere Gästezahlen, Eisenbahnfähren – und die erste Geburt an Bord.

21.08.2017

Uruguay: Auswärtiges Amt will verhindern, dass Nazi-Fans Wrackteile bekommen

21.08.2017
Anzeige