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Seewirtschaft Die globale Schifffahrt stellt sich neu auf
Nachrichten Wirtschaft Seewirtschaft Die globale Schifffahrt stellt sich neu auf
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00:05 14.11.2016
Die Containerschiffe „Frankfurt Express“ (r.) der Reederei Hapag- Lloyd und die „Cap San Raphael“ in Hamburg. Quelle: Christian Charisius/dpa

Die Überraschung in der Branche hätte nicht größer sein können: Die drei großen japanischen Containerreedereien Nippon Yusen Kaisha (NYK), Mitsui OSK Lines (MOL) und Kawasaki Kisen Kaisha (K-Lines) treten ab April 2018 unter einem neuen Namen gemeinsam an. Das hatten altgediente Fahrensleute in der Schifffahrt nicht für möglich gehalten. Zu stark waren traditionelle Differenzen der mehr als 100 Jahre alten Konglomerate, zu denen die Reedereien gehören, zu tief die Gräben, die sie trennten.

Zusammengeführt haben die japanischen Reedereien Not und nackte Angst nach acht Jahren Krise in der Schifffahrt. Sie haben riesige Verluste angehäuft und seit Ende August das Schicksal ihres koreanischen Konkurrenten Hanjin vor Augen: die endgültige Pleite. Zwar laufen für Hanjin noch Rettungsbemühungen, aber als globale Reederei sind die Koreaner aus dem Spiel. Niemand wird nach den Erfahrungen mit der Hanjin-Pleite einer wackeligen Reederei noch einen Container anvertrauen.

Acht Jahre Krise haben die globale Schifffahrt auf einen strikten Kurs getrieben: Sparen, Fusionieren, Kaufen. Die chinesischen Reedereien Cosco und China Shipping Container Lines (CSCL) sind schon vereinigt, die französische Reederei CMA CGM hat APL aus Singapur übernommen, und die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd hat sich erst die Containersparte der chilenischen CSAV einverleibt und dann die arabische UASC. Der Übernahmeprozess soll noch vor Weihnachten abgeschlossen werden. Die Japaner wären nach der Fusion weltweit auf Platz sechs unter den großen Containerreedereien, fast auf Augenhöhe mit Hapag-Lloyd und Cosco. Mit einigem Abstand davor rangieren die „großen drei“ – der dänische Marktführer Maersk, die schweizerische MSC und CMA CGM aus Frankreich. „Die Konsolidierung in der Schifffahrt setzt sich fort – was notwendig ist und der Industrie hilft, sich zu erholen“, sagte Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen. Eckart Gienke

OZ

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