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Europa dominiert Kreuzfahrt-Schiffbau

Hamburg Europa dominiert Kreuzfahrt-Schiffbau

Werften vor allem in Frankreich, Italien, Finnland und Deutschland konzentriert

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Im vergangenen Jahr lieferte die französische STX-Werft in Saint-Nazaire die „Harmony of the Seas“ aus.

Quelle: Foto: Jean-Francois Monier/afp

Hamburg. /Rostock. Auf der Papenburger Meyer Werft (Niedersachsen) startete gerade der Bau des ersten von zwei hochmodernen Aida-Kreuzfahrtschiffen (die OZ berichtete). Und das, obwohl die weltweite Schiffbaubranche im Grunde in der Krise steckt. Der Markt für Massengutfrachter und Containerschiffe ist eingebrochen, in Asien bestehen Überkapazitäten, sagt Kathrin Ehlert-Larsen vom Verband für Schiffbau und Meerestechnik in Hamburg. Doch in der Nische blühen die Aufträge für Spezial- und Passagierschiffe. Vor allem die Kreuzfahrtindustrie verzeichnet seit Jahren ein Wachstum. 2017 sind 26 Jungfernfahrten von 26 neuen Hochsee-, Fluss- und Spezialkreuzfahrtschiffen geplant – das entspricht einer Investitionssumme von 6,8 Milliarden US-Dollar. Und zwischen 2017 und 2026 erwartet die Branche die Indienststellung von 97 neuen Kreuzfahrtschiffen.

Von diesem Boom profitieren vor allem Werften in Europa. Den Kuchen teilen sich einer Studie der AG Schiffbau zufolge zum Großteil die STX-Werft in Frankreich mit 26,1 Prozent, die Fincantieri-Werft in Italien mit 26,4 Prozent, die Meyer-Werft in Papenburg mit 24,0 Prozent und die ebenfalls zur Meyer-Gruppe gehörende Werft im finnischen Turku mit 13,5 Prozent. Der im vergangenen Jahr gegründete Werftenverbund MV-Werften des malayischen Genting-Konzerns kommt demzufolge auf einen Anteil von 7,5 Prozent. Wenn die Kartellbehörden zustimmen, wird demnächst die französische STX-Werft von Fincantieri übernommen.

Mit Genting wechselt auch ein bisheriger Kunde von Meyer auf die Seite der Schiffswerften: Erst im vergangenen August hatten die Emsländer die „Genting Dream“ ausgeliefert – das erste von zwei Neubauten für die asiatische Kreuzfahrtline Dream Cruises. Aber künftig wollen die Malaysier ihre Schiffe selber bauen. Genting hat drei Werften in Wismar, Rostock und Stralsund im Frühjahr 2016 für rund 230 Millionen Euro übernommen. In Mecklenburg-Vorpommern will Genting für zunächst 3,5 Milliarden Euro Passagierschiffe bauen lassen, vom Flusskreuzfahrtschiff bis zum Ozenariesen.

Elmar Stephan

OZ

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