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Großbritannien baut gigantische Windparks

Rostock Großbritannien baut gigantische Windparks

Rostocker Großrohr-Firma EEW Special Pipe Constructions fertigt Piles für Projekt

Rostock. Hunderte Windräder, Strom für Millionen Haushalte: Großbritannien setzt neue Maßstäbe bei der Errichtung gigantischer Windparks. Mit „Hornsea Project Two“

entsteht vor der britischen Nordseeküste die weltgrößte Offshore-Anlage. Sie soll mit einer Gesamtleistung von mehr als 1,8 Gigawatt (GW) rund 1,6 Millionen Haushalte mit Strom versorgen. Die Baukosten liegen bei sechs Milliarden Pfund (rund 6,8 Milliarden Euro).

Erst im Februar 2016 hatte Großbritannien das bis dato größte Vorhaben abgesegnet: In der Nähe von „Project Two“ soll „Hornsea Project One“ rund 100 Kilometer vor der Westküste in den kommenden vier Jahren errichtet werden. An dem Projekt will sich auch das Rostocker Unternehmen EEW Special Pipe Constructions beteiligen. „In den nächsten vier Wochen erwarten wir eine Entscheidung zu unserem Angebot“, erklärte Geschäftsführer Michael Hof gegenüber der OZ.

EEW fertigt im Rostocker Seehafen Fundamentstrukturen für die gewaltigen Offshore-Windenergieanlagen: etwa Monopiles – Riesenrohre aus Stahl mit Längen von bis zu 85 Meter bei einem Durchmesser von 7,80 Meter. Seit der Inbetriebnahme des Werks im Jahr 2008 verließen rund 1500 Fundamentstrukturen die Hallen. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer in der Monopile-Branche.

Für einen anderen britischen Windpark hat EEW gerade einen Großauftrag an Land gezogen. Das weltweit tätige Unternehmen wird für die Offshore-Anlage „Beatrice“ im Norden Schottlands 208 Piles bauen.

80 dieser Pin Piles, mit denen Offshore-Gründungen auf dem Meeresboden befestigt werden, fertigt das Rostocker Werk mit seinen derzeit 550 Mitarbeitern. Die Produktion startet im November. Erste Auslieferungen sind für März 2017 geplant. Auch „Beatrice“ gehört mit einer Gesamtleistung von 588 Megawatt (MW) zu den Offshore-Giganten. Der Windpark soll in drei Jahren ans Netz gehen und Strom für 450000 Haushalte produzieren. Zehn Prozent der britischen Haushalte sollen bald mit dem Ökostrom versorgt werden. Bei der Größe der Offshore-Windparks hat Großbritannien schon jetzt die Nase vorn. Das Land sei entschlossen, einer der führenden Investitionsstandorte für erneuerbare Energien zu werden, sagte Tory-Wirtschaftsminister Greg Clark.

Auch in die deutsche Nord- und Ostsee werden immer größere Offshore-Parks gesetzt. Derzeit gibt es 835 Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 3,6 Gigawatt. Bis Ende des Jahres sollen noch weitere 700 Megawatt hinzukommen.

Vor den Küsten von MV drehen sich derzeit die Rotoren in den Windparks „Baltic I“, nördlich der Halbinsel Darß/Zingst (Gesamtleistung 43 MW), sowie „Baltic II“, nördlich von Rügen (288 MW). Vor der Insel befinden sich auch zwei weitere Anlagen im Bau: Der Windpark „Wikinger“ soll 2017 mit 70 Windturbinen ans Netz gehen (350 MW). Zudem haben die Arbeiten für die Anlage „Arkona“ begonnen, die über eine Gesamtleistung von 385 MW verfügen wird.

Axel Meyer

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