Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Seewirtschaft Immer mehr weibliche Schildkröten
Nachrichten Wirtschaft Seewirtschaft Immer mehr weibliche Schildkröten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:05 22.01.2018
Sydney

Im Norden des australischen Great Barrier Reefs kommen seit mehr als zwei Jahrzehnten fast nur noch weibliche Grüne Meeresschildkröten zur Welt. Aus etwa 99

Eine Grüne Meeresschildkröte – hierzulande auch Suppenschildkröte genannt, weil sie lange zur Suppenproduktion diente. Quelle: Foto: Dpa

Prozent der Schildkröteneier schlüpften dort Weibchen, berichten Forscher. Verantwortlich dafür seien die infolge des Klimawandels steigenden Temperaturen. Die „völlige Feminisierung“ des Bestands in diesem Teil des größten Korallenriffs der Welt sei demnach „in naher Zukunft möglich“. Das Geschlecht von Meeresschildkröten wird durch die Bruttemperatur der Eier bestimmt, die in Strandnestern vergraben werden, erklären die australischen und US-Forscher. Der Anteil der Weibchen steige mit höheren Temperaturen. Dabei könnten sich schon Schwankungen von wenigen Grad bemerkbar machen.

Von den Schildkröten, die den kühleren Niststränden im Süden entstammen, sind der Studie zufolge rund 65 bis 69 Prozent weiblich. Im wärmeren nördlichen Teil des Great Barrier Reefs lag der Anteil unter den rund 200000 Grünen Meeresschildkröten je nach Altersstufe bei 87 bis 99,8 Prozent.

„Da die durchschnittliche globale Temperatur bis zum Jahr 2100 voraussichtlich um 2,6 Grad ansteigen wird, sind viele Meeresschildkröten-Populationen durch hohe Eiersterblichkeit und ausschließlich weibliche Nachkommenschaft bedroht“, schreiben die Wissenschaftler um Michael Jensen von der Nationalen Ozean- und Atmosphärenbehörde der USA. „Diese Auswirkungen zeigen, dass das Great Barrier Reef wirklich an vorderster Front des Klimawandels steht. Australien muss sich ehrgeizige Klimaschutzziele setzen“, fordert der Chef der Umweltschutzorganisation WWF Australien, Dermot O’Gorman.

OZ

Nach dem Schiffsunglück mit der „Costa Concordia“ wurde er in Italien als Held gefeiert – jetzt will der ehemalige Kommandant der Küstenwache offenbar bei den anstehenden Parlamentswahlen antreten.

22.01.2018

Niederländisches Schiff ist für den Energiekonzern Shell unterwegs

22.01.2018

Dabei ist seit dem Mittelalter unklar, wo genau sich die Nordsee zwischen Deutschland und den Niederlanden schneidet

22.01.2018