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Seewirtschaft Kreuzfahrten mit Schweröl in der Kritik
Nachrichten Wirtschaft Seewirtschaft Kreuzfahrten mit Schweröl in der Kritik
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00:00 27.03.2017
Bremen/Dessau

. Kreuzfahrtschiffe könnten aus Sicht des Umweltbundesamtes schon heute deutlich emissionsärmer unterwegs sein. Dazu sei die grundsätzliche Umstellung des Treibstoffes von billigerem Schweröl auf Straßendiesel notwendig, wie er an Tankstellen verkauft werde, sagt der Verkehrsemissionsexperte des Umweltbundesamtes, Lars Mönch. „Das, was auf hoher See stattfindet, ist reine Müllverbrennung“, kritisiert Mönch. Wenn in dieser Frage wirklich etwas geschehen solle, sei die Umstellung auf Straßendiesel notwendig. „Dann stünden auch alle Schadstoffminderungskonzepte und -technologien zur Verfügung. Schiffe könnten dann auf einem Emissionsniveau fahren, das etwa der Euro-Norm VI beim Lkw entspricht“, so Mönch.

Nach Angaben der Umweltschutzorganisation Nabu enthält Schweröl deutlich mehr Schwefel als Straßendiesel. „Zum Vergleich: Der maximal erlaubte Schwefelgehalt im Straßendiesel beträgt 0,001 Prozent.

Schweröl darf also 3500 Mal mehr Schwefel enthalten“, so Nabu-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger. In internationalen Gewässern ist derzeit ein Schwefelgehalt im Kraftstoff von maximal 3,5 Prozent erlaubt, in der Nord- und Ostsee von 0,1 Prozent.

Der Kreuzfahrtbranchenverband CLIA verwies darauf, dass ab 2020 weltweit strengere Emissionsvorgaben gelten, die für alle Schiffe den Schwefelgehalt auf 0,5 Prozent festlegen. Dort, wo bereits die strengere Vorgabe von 0,1 Prozent gelte, wie zum Beispiel seit 2015 für Nord- und Ostsee, bleibe diese wirksam.

OZ

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