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Seewirtschaft Lotsen kämpfen mit Funklöchern
Nachrichten Wirtschaft Seewirtschaft Lotsen kämpfen mit Funklöchern
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00:01 11.07.2016

. Lotsen auf Elbe und Weser haben immer wieder mit Netzproblemen beim Mobilfunk zu kämpfen. An der Weser gebe es mehrere Funklöcher, sagt Jörn Haase, Chef der Lotsenbrüderschaft Weser 2/Jade in Bremerhaven. Das gelte auch für den Nord-Ostsee-Kanal, ergänzt Stefan Borowski von den dortigen Lotsen. Nach Angaben des Chefs der Elblotsen in Hamburg, Ben Lodemann, ist das Problem in der Deutschen Bucht bei Hochdruckwetter flächendeckend. Das Problem: Mit Hilfe des mobilen Datenfunks verschaffen sich Lotsen normalerweise per Laptop einen Überblick über nahende Schiffe, Routen und Wasserstand. Gibt es Absprachebedarf, rufen sie im Hafenbüro an.

Doch an Elbe-, Weser- und auch Emsmündung haben sie regelmäßig keinen Mobilfunk-Empfang. Dazu kommt: Der Schiffsfunk reiche auf der Elbe nicht von der Mündung bis zum Hamburger Hafen, sagt Lodemann.

Auch die Telekom sieht das Netzabdeckungsproblem: „Mobilfunk, so wie er heute in Deutschland gebaut wird, kann die großen Entfernungen über Wasserflächen in der Deutschen Bucht nicht bedienen“, erklärt eine Sprecherin.

Unfälle wegen ausfallenden Mobilfunks sind dem deutschen Havariekommando und der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung zwar nicht bekannt. Aber dennoch hat die Politik in Niedersachsen das Thema für sich entdeckt. Der hafenpolitische Sprecher der SPD, Uwe Santjer, warnte schon Mitte April in der Plenarsitzung, es gehe um Leib und Leben von Besatzung, Passagieren und Uferbewohnern.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) will die Funklöcher nach Angaben einer Sprecherin beim Hafendialog der deutschen Küstenländer ansprechen.

OZ

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