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Monaco zeigt schwimmende Paläste

Rostock/Monaco Monaco zeigt schwimmende Paläste

Die Ausstellung im Fürstentum am Mittelmeer präsentiert Luxus-Yachten im Wert von drei Milliarden Euro

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Monaco – hier tummeln sich die Schönen und Reichen. Ende September präsentiert die Messe „Monaco Yacht Show“ Schiffe aus dem Luxussegment.

Rostock/Monaco. Schwimmbecken, Master-Suite, Hubschrauberlandeplatz und Openair-Kino – und das alles auf einem Schiff. Konkret: Auf einer 70 Meter langen und bis zu 30 Knoten (gut 55 km/h) schnellen Yacht. „Galactica Super Nova“ heißt das schnittige Stück. Das auf der niederländischen Werft Heessen Yachts gebaute Luxusschiff ist ein Premierengast auf der „Monaco Yacht Show“, einer Ausstellung der schwimmenden Spielzeuge für Superreiche.

Insgesamt werden rund 120 Luxusyachten auf der Messe ab 28. September im Fürstentum Monaco präsentiert. Dort machen die bis zu 90 Meter langen Schiffe im Port Hercule fest. Gesamtwert der schwimmenden Paläste: drei Milliarden Euro. Ein Tummelplatz für Schnäppchenjäger ist die Schau nicht: Im Durchschnitt seien die Unikate für „25 Millionen Euro zu haben“, heißt es laut Mitteilung.

Über die genauen Kosten der jeweiligen Gefährte schweigen sich Eigner und Erbauer jedoch meist aus. Einen millionenschweren Betrag kostete sicher die „Sybaris“. Die 70 Meter lange Segelyacht wurde gerade auf der italienischen Werft Perini Navi gebaut. Auftraggeber soll nach Medieninformationen ein US-Amerikaner namens Bill Duker sein. Der Eigner will einen Teil seiner Kunstsammlung an Bord unterbringen seine Gäste in einem 30 Meter langen Trakt residieren lassen.

Unter den Palästen sind auch Schiffe, die auf deutschen Werften gebaut wurden – zum Beispiel die im Jahr 2008 auf der Bremer Lürssen-Werft fertiggestellte „Martha Ann“. Die Yacht bringt es auf eine Länge von mehr als 70 Metern. Eigner ist laut dem Nachrichtenmagazin Spiegel der gelernte Tischler Warren E. Halle, ein Bauunternehmer aus den USA.

Oder die knapp 73 Meter lange „Coral Ocean“, ebenfalls ein Lürssen-Luxusbau, des saudischen Scheichs Al Sheikh Modhassan. Das Schiff sorgte Ende der 1990er Jahre für Schlagzeilen, als das sieben Millionen US-Dollar teure Picasso-Gemälde „Buste de femme“ spurlos von Bord verschwand. In den Vorjahren legten auch Yachten der Werften Blohm + Voss (Hamburg) und Abeking & Rasmussen (Lemwerder bei Bremen) an.

Die Werften in Mecklenburg- Vorpommern haben bislang noch keine Mega-Yacht für die Monaco-Show beigesteuert, die in diesem Jahr bereits in der 26. Auflage stattfindet. Allerdings hat der Genting-Konzern nach der Übernahme der Werften in Rostock, Stralsund und Wismar angekündigt, auf der Stralsunder Volkswerft künftig Luxusschiffe zu bauen. Dabei soll es sich um eine Yacht mit einer Länge von 183 Metern handeln – der dann längsten Yacht der Welt. Die „Crystal Endeavor“ ist benannt nach der „HMS Endeavor“, dem Segelschiff des britischen Seefahrers und Entdeckers James Cook. Die moderne Schiffsversion soll ab Sommer 2018 abgelegene Inseln sowie die Arktis und Antarktis ansteuern.

Luxuriös präsentiert sich auch das Greifswalder Unternehmen Hanseyachts AG im Mittelmeer – allerdings nicht im Fürstentum Monaco, sondern knapp 50 Kilometer westlich im französischen Cannes. Vom 6.

bis 11. September sind die Greifswalder mit mehreren Marken auf dem Cannes Yachting Festival vertreten, erklärt Sprecher Florian Nierich. Dazu gehört die „Hanse 675“: Die 21 Meter lange High-Tech-Luxussegelyacht ist laut Nierich die größte in Serie gebaute Yacht der Welt und hat einen 32 Meter hohen Carbonmast.

Die „Hanse 675“ erlebt auf der Messe in Cannes ihre Premiere, ebenso wie das Modell „Hanse 588“. Mit dabei sind den Angaben zufolge auch Modelle der „Fjord“-Motoryachten. Von der Marke verkaufe das Unternehmen vor allem in den Mittelmeerraum viele Schiffe. Insgesamt habe sich der Markt für Yachten in den vergangenen Jahren stabilisiert, erklärt Nierich. 2015 setzte die börsennotierte Hanseyachts AG rund 600 Schiffe ab.

Kilometerweise Luxus

150 Euro kostet eine Karte für die Monaco Yacht Show vom 28. September bis zum 1. Oktober. Mehr als 30000 Besucher, Yachtbauer und -designer werden zu dem Spektakel im Fürstentum am Mittelmeer erwartet. Weltweit führende Werften präsentieren ihre Glanzstücke. Die Luxusyachten kommen auf eine Gesamtlänge von 5,7 Kilometer, würden alle Rümpfe aneinandergereiht.

183 Meter lang soll einmal die längste Yacht der Welt werden – made in MV: Der malaysische Genting-Konzern kündigte nach der Übernahme der Werften in Rostock, Stralsund und Wismar an, auf der Stralsunder Volkswerft künftig Luxusschiffe bauen zu wollen. Die „Crystal Endeavour“ bietet Platz für 200 Passagiere und ist für den Einsatz in der Arktis und der Antarktis konzipiert. Auftraggeber ist die Reederei Crystal Cruises.

Axel Meyer

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