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Neuer Rekord bei Kreuzschifffahrt-Anläufen in Rostock-Warnemünde: Neubau „Aidastella“ eröffnet am 16. März die Saison. Sieben Schiffe steuer...

Rostock Neuer Rekord bei Kreuzschifffahrt-Anläufen in Rostock-Warnemünde: Neubau „Aidastella“ eröffnet am 16. März die Saison. Sieben Schiffe steuern erstmals das Ostseebad an. 197 Anläufe von 40 Luxuslinern sind avisiert.

Der Countdown läuft: Am 16. März beginnt in Rostock-Warnemünde, dem wichtigsten deutschen Kreuzfahrthafen vor Hamburg und Kiel, wieder eine Rekordsaison. Der Neubau „Aidastella“ eröffnet den Reigen der 40 Luxusliner, die das Ostseebad insgesamt 197 Mal ansteuern wollen.

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Thomson Cruises, 214,66 m, 27,26 m, 33 930 BRZ, 1983, 1374, 20.6., 10.7., 12.8., 19.9.

Quelle: Thomson Cruises

Rostock. Für Ulrich Bauermeister, Geschäftsführer der Hafen-

Entwicklungsgesellschaft Rostock (Hero), spricht das „für den Hafen, die Region und alle rund um die Kreuzschifffahrt agierenden Dienstleistungsunternehmen und Behörden“. Zum Vergleich: An der Elbe sind 173 Ankünfte von 34 Schiffen avisiert, an der Förde rechnet man mit 127 Anläufen von 17 schwimmenden Hotels, darunter allerdings auch Flussschiffe.

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Thomson Cruises, 214,66 m, 27,26 m, 33 930 BRZ, 1983, 1374, 20.6., 10.7., 12.8., 19.9.

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Im Gegensatz zu Hamburg und Kiel wird Warnemünde vor allen Dingen aus touristischen Gründen von den internationalen Reedereien — in diesem Jahr 28 — angelaufen und ist nicht nur Start- und Zielhafen einer Kreuzfahrt für deutsche Gäste. Damit hat das Ostseebad auch das internationalste Publikum aller deutschen Häfen.

Die Rostocker Reederei Aida Cruises schickt zum Saisonauftakt nicht nur das jüngste Mitglied der nun zehn Clubschiffe umfassenden Flotte an die Warnowmündung, sondern tauft erstmals seit der „Aidabella“ 2008 wieder einen Neubau im Ostseebad. Und nutzt damit die Gelegenheit, „allen Mitarbeitern und deren Familien herzlich Danke zu sagen“, betont-Aida-President Michael Ungerer. Seit Indienststellung des ersten Schiffes 1996 „waren es unsere Mitarbeiter, die mit Enthusiasmus, Engagement und dem sprichwörtlichen Aida-Lächeln das Unternehmen erfolgreich aufgebaut haben“.

In Warnemünde hatten zuvor schon die „Aida“ (heute „Aidacara“, 1996), die „Aidavita“ (2002) und die „Aidaaura“ (2003) ihre Namen erhalten, unter anderem von den Top-Models Heidi Klum und Eva Padberg. Doch diesmal stehen keine Prominenten Pate. Für die Namensgebung im Rahmen eines Mitarbeiterfestes bietet Aida allerdings zehn Taufpatinnen auf: acht Mitarbeiterinnen der Reederei sowie je eine Angestellte vom Architekturbüro Partner Ship Design und von der Meyer Werft. Das Familienunternehmen aus dem emsländischen Papenburg wird mit der „Aidastella“ am 11. März das siebente und (vorerst) letzte Clubschiff übergeben, das für die Rostocker gefertigt wurde. Gesamtvolumen der Aufträge: 2,4 Milliarden Euro. Die Zusammenarbeit von Aida und Meyer hatte 2004 mit der Order von zwei Kreuzlinern begonnen, weitere Bestellungen folgten 2005 (ein Schiff), 2006 (1), 2007 (2) und 2010 (1).

Einen Tag nach der Taufe wird die „Aidastella“ unter dem Kommando von Kapitän Nico Berg (38) zur elftägigen Jungfernreise, unter anderem nach Oslo, Stavanger und Southampton, in See stechen. Der gebürtige Rostocker hatte 2002 bei der Clubschiff-Reederei angeheuert und war im Mai 2008 zum Kapitän der Aida-Flotte berufen worden. Damit hatte sich für ihn ein Kindheitstraum erfüllt.

Doch nicht nur die „Aidastella“ feiert Premiere in Warnemünde. Neben der „Aidamar“, der „Norwegian Star“, der „Voyager“ und der „Azamara Quest“ freut sich Christian Hardt, Leiter Kreuzschifffahrt bei der Hero, vor allem auf die Cunard-Liner „Queen Elizabeth“ und „Queen Victoria“. „Wir sind sehr froh, dass wir die englische Traditionsreederei von unserem Passagierhafen und den touristischen Angeboten überzeugen konnten“, resümiert der 43-Jährige. Obwohl das Ostseebad international seit Jahren einen exzellenten Ruf genießt, ist das Geschäft mit den Kreuzfahrern kein Selbstläufer. „Es ist harte Arbeit und bedarf vieler Partner, die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.“

Welche Bedeutung Seereisende für die hiesige Wirtschaft haben, spiegelt sich auch in barer Münze wider. Im vergangenen Jahr spülten die 300 000 Kreuzfahrt- und gut zwei Millionen Fährpassagiere rund 71 Millionen Euro in die Kassen lokaler und regionaler Handels- und Dienstleistungsunternehmen, so eine Erhebung der Uni Rostock.

Und der Hochsee-Kreuzfahrtmarkt in Deutschland, weltweit der drittgrößte nach den USA und Großbritannien, ist wächst weiter. 2011 hatte die Branche einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro (plus 300 Millionen) erzielt und knapp 1,4 Millionen Passagiere (plus 200 000) befördert, so der Deutsche ReiseVerband, der für 2012 mit weiteren Zuwächsen rechnet. Zahlen werden traditionell auf der Tourismusmesse ITB Anfang März in Berlin vorgelegt. Das Unglück der „Costa Concordia“ im Januar 2012 hatte nur kurzfristig zu einer Buchungszurückhaltung geführt.

Auch bei Aida stehen die Zeichen auf Wachstum, zwei Neubauten für zusammen 910 Millionen Euro sind in Japan geordert. Ungerer: „Das letzte Schiff wird 2016 ausgeliefert. Und das wird sicher nicht das Ende unserer Entwicklung sein.“

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www.ostsee-zeitung.de

Michael Zumpe

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