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Seewirtschaft Nur ein Teil der Siag-Crew hat neue Jobs
Nachrichten Wirtschaft Seewirtschaft Nur ein Teil der Siag-Crew hat neue Jobs
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00:00 26.08.2013
Emden

Nach dem Verkauf der insolventen Siag Nordseewerke im Februar an den Stahlbauer DSD Steel Group (Saarlouis) haben der Betriebsrat und die Auffanggesellschaften, in die 412 frühere Siag-

Beschäftigte gewechselt waren, jetzt eine gemischte Zwischenbilanz gezogen. Von zuletzt dort 342 Mitarbeitern hätten inzwischen 204 eine neue berufliche Perspektive, teilte die Transfergesellschaft Nord in Emden mit. 187 hätten neue sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen gefunden, sieben stünden vor einer Existenzgründung, zehn Mitarbeiter hätten sich für ein Studium oder eine Ausbildung entschieden.

„Das ist kein berauschendes Ergebnis, sondern eher unterdurchschnittlich“, sagte Geschäftsführer Oliver Fieber von der Transfergesellschaft Nord. Gründe sind der schwierige regionale Arbeitsmarkt und die Altersstruktur der ehemaligen Werftarbeiter. Mehr als ein Drittel von ihnen ist älter als

50 Jahre. Dies erschwert die Vermittlung. Allerdings bringen gerade die älteren Beschäftigten wegen ihrer hervorragenden beruflichen Qualifikation sehr viel Erfahrung mit, so dass sie eine echte Chance verdient haben, so Fieber. Durch weitere Nachbetreuung kann die Vermittlungsquote noch steigen.

Von den zuletzt 750 Mitarbeitern der Siag Nordseewerke waren nach dem Verkauf an DSD nur rund 240 in die neue Nordseewerke GmbH übernommen worden.

Der Betriebsrat befürchtet einen weiteren Verlust von Offshore-Arbeitsplätzen an der Küste, falls sich die politischen Rahmenbedingungen nicht verbesserten. „Die Unsicherheit für Investoren muss beendet werden“, erklärte Betriebsratsvorsitzender Erwin Heinks.

Für die Nordseewerke sieht Heinks aber einen Hoffnungsschimmer: Der Auftrag zum Bau eines Fundaments für ein Offshore-Umspannwerk kann die Beschäftigung bis Mitte 2014 sichern. Zudem wird über weitere Aufträge verhandelt.

Hans-Christian Wöste

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