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Polnische Werftarbeiter gegen Fusion

Swinemünde Polnische Werftarbeiter gegen Fusion

Verschmelzung von Schiffbaubetrieben in Swinemünde und Stettin bedroht Jobs.

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Die auf Reparaturen spezialisierte Werft in Swinemünde befindet sich in einer schwierigen finanziellen Situation.

Quelle: Radielski

Swinemünde. Polnische Werftarbeiter bangen um ihre Arbeitsplätze: Die 360 Fachkräfte auf der Reparaturwerft in Swinemünde protestieren gegen die praktisch beschlossene Fusion mit der Stettiner Reparaturwerft „Gryfia“. Sie befürchten Kündigungen. „In beiden Werften wurde über die Fusion abgestimmt. Die Angestellten waren gegen solch eine Lösung. Das bringt nichts“, sagt Dariusz Sarnowski, Vorsitzender der Gewerkschaft Solidarnosc im Swinemünder Schiffbaubetrieb.

Das Unternehmen befindet sich in einer schwierigen finanziellen Situation. Das vergangene Jahr wurde mit einem Verlust von rund fünf Millionen Zloty abgeschlossen. Grund sind Probleme mit einem norwegischen Auftraggeber, der Teile für eine Bohrinsel bestellt, aber noch nicht bezahlt hat. Die Verhandlungen laufen, es ist aber immer noch nicht klar, wann die Werft das Geld bekommt.

Laut Sarnowski versuchten die Gewerkschaften, viele Politiker über die Probleme zu informieren. Doch niemand bot konkrete Hilfe an. „Wir haben keine Aufträge, keine Perspektiven. Vor unserem Übergang zur staatlichen Agentur für Industrieentwicklung kamen wir irgendwie zurecht.“ Es habe auch Investoren gegeben. „Doch jetzt will uns niemand kaufen.“

Nach Angaben des Investitionsfonds „Mars“, der die Aktienmehrheit bei beiden Unternehmen hat und von der Agentur für Industrieentwicklung abhängig ist, gibt es drei Möglichkeiten. Zwei führen zur Schließung einer Werft und der Übernahme des Vermögens durch den verbleibenden Betrieb. Bei der dritten Variante entsteht aus beiden Werften ein neues Unternehmen. Analysten und Werftarbeiter haben keinen Zweifel daran, dass so die größere „Gryfia“-Werft erhalten bleibt.

Radek Jagielski

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