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Seewirtschaft Schippern wie die Römer
Nachrichten Wirtschaft Seewirtschaft Schippern wie die Römer
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00:00 24.03.2014
Das Foto zeigt das Modell eines 15 Meter langen römischen Lastkahns im Römermuseum in Xanten. Quelle: Römermuseum/Arendt/dpa

Archäologen und Schiffskonstrukteure bauen im Archäologischen Park Xanten (Nordrhein-

Westfalen) einen fast 2000 Jahre alten römischen Lastkahn originalgetreu nach. Das 15 Meter lange Plattbodenschiff aus Eichenholz gehörte im römischen Rheinland im späten ersten Jahrhundert nach Christus zu den wichtigsten Transportmitteln auf Binnengewässern.

Der Originallastkahn war 1991 bei Auskiesungen in einem verlandeten Rheinarm bei Xanten-Wardt geborgen worden. Ein erhaltenes, rund sieben Meter langes Stück ist heute eines der spektakulärsten Exponate im Römermuseum. Ende November soll der Nachbau fertig sein. Im Frühjahr 2015 ist die Jungerfernfahrt geplant, sagte Projektleiterin Gabriele Schmidhuber-Aspöck.

Mit ihrem flachen Rumpf konnten die Plattbodenschiffe vor rund 2000 Jahren selbst bei geringer Wassertiefe in den Rheinarmen sicher manövriert werden. Der Xantener Lastkahn konnte mit zehn Tonnen Fracht beladen werden und hatte einen Tiefgang von nur etwa einem halben Meter. Ein Segel gab es nicht. Wenn weder Wind noch Strömung das Schiff bewegten, musste die Besatzung rudern, staken oder mit langen Seilen vom Ufer aus treideln.

Die Archäologen erhoffen sich von dem Nachbau Erkenntnisse über den Schiffsbau der Römer. Denn man wisse nicht viel darüber, so Schmidhuber-Aspöck. Für das rund 500 000

Euro teure internationale Projekt wurden der renommierte Schiffsarchäologe Jaap Morel sowie eine auf historische Schiffsbauten spezialisierte niederländische Firma engagiert.

• Internet:

www.apx.lvr.de



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