Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Südkorea: Milliarden für Schiffbau

Seoul Südkorea: Milliarden für Schiffbau

Finanzminister kündigt öffentliche Aufträge für mehr als 250 Schiffe an

Voriger Artikel
Schmidt baut Luxus-Segelyachten
Nächster Artikel
Neuer Kessel für 108 Jahre alten Dampfer

Der südkoreanische Finanzminister Yoo Il Ho

Quelle: dpa

Seoul. . Südkorea will der angeschlagenen einheimischen Schiffbauindustrie mit öffentlichen Aufträgen für mehr als 250 Schiffe helfen. Für die Aufträge, die auch Militärschiffe einschließen sollen, will die Regierung bis 2020 mehr als elf Billionen Won (8,8 Milliarden Euro) ausgeben. Davon sollen auch die drei größten Werften der Welt profitieren, die in Südkorea sitzen. Außerdem kündigte Finanzminister Yoo Il Ho in Seoul weitere Finanzhilfen in Höhe von 6,5 Billionen Won für die ebenfalls kriselnde Schifffahrtindustrie des Landes an.

Bis Ende des Jahrzehnts müsse die Schiffbauindustrie mit einer weiter sinkenden Nachfrage rechnen, wurde Yoo von der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap zitiert. Die schwachen Schifffahrtsmärkte hatten auch die drei größten Werften getroffen. Hyundai Heavy Industries, Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering (DSME) und Samsung Heavy Industries legten eigene Rettungspläne vor. Nach Angaben der Regierung werden bei den drei Unternehmen bis 2018 etwa 20 000 Beschäftigte entlassen. Zudem sollen ihre Kapazitäten durch die Reduzierung der Baudocks von derzeit 31 auf 24 gekappt werden.   

Um die Schifffahrtindustrie zu normalisieren, will die Regierung den Firmen helfen, neue Schiffe – darunter Massengutfrachter und Container-Schiffe – zu ordern. Die Ankündigung erfolgte zwei Monate nach der Insolvenz der vormals größten südkoreanischen Reederei Hanjin Shipping. In Hamburg hatte die „Hanjin Europe“ mehrere Wochen auf ihre Entladung gewartet. Die Zukunft des Unternehmens ist unklar.

In Japan wollen derweil die drei größten dortigen Reedereien ihre Container-Sparten zusammenführen, wie Nippon Yusen KK, Mitsui O.S.K. Lines und Kawasaki Kisen Kaisha ankündigten. Wenn das Bündnis zustande kommt, entsteht den Plänen zufolge bis April 2018 die sechstgrößte Container-Reederei der Welt mit 256 Schiffen und einem Jahresumsatz von rund zwei Billionen Yen (17,4 Mrd. Euro).

Von dem Zusammenschluss versprechen sich die Beteiligten jährliche Einsparungen von 110 Milliarden Yen.

Die größte deutsche Container-Reederei Hapag-Lloyd steuert nach dem Zusammenschluss mit der chilenischen Reederei CSAV auf eine Fusion mit der arabischen Konkurrentin UASC zu.

OZ

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel

Patrick Dahlemann (SPD) soll sich als Parlamentarischer Staatssekretär den Problemen Vorpommerns widmen

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Seewirtschaft
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.