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Seewirtschaft U-Boot-Kauf: Israel drängt Regierung zu Genehmigung
Nachrichten Wirtschaft Seewirtschaft U-Boot-Kauf: Israel drängt Regierung zu Genehmigung
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00:00 16.10.2017
Kiel/Hamburg

. Israels Regierung hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einem Bericht zufolge dazu gedrängt, den auf Eis liegenden Verkauf von drei deutschen U-Booten bald zu genehmigen. Der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin habe bei seinem Besuch in Berlin Anfang September eine entsprechende Bitte an Merkel überbracht, berichtet die „Zeit“. Das Bundeskanzleramt hatte den Verkauf der U-Boote durch ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) in Kiel wegen mutmaßlicher Schmiergeldzahlungen gestoppt.

Der „Zeit“ zufolge argumentierte Rivlin, die Schiffe seien unverzichtbar für die Sicherheit des jüdischen Staates. Korruption stelle nicht die Bedeutung des Geschäftes an sich infrage. Israelische Korruptionsermittler hatten in der Affäre unter anderem den ehemaligen israelische Vertriebspartner von TKMS, Miki Ganor, festgenommen. Er stimmte zu, als Kronzeuge auszusagen. Weiterhin nahmen sie den Ex-Büroleiter von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und einen ehemaligen Minister fest. In der Affäre stand zunächst auch Netanjahu selbst unter Druck. Ihm wurde vorgeworfen, den U-Boot-Deal gegen den Willen von Militär und Verteidigungsministerium durchgesetzt zu haben. Während Netanjahu zuletzt nicht mehr als Verdächtiger in der Angelegenheit galt, erhob der ehemalige israelische Verteidigungsminister Mosche Jaalon nun neue Vorwürfe.

OZ

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