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Seewirtschaft Umschlagstief in Wilhelmshaven
Nachrichten Wirtschaft Seewirtschaft Umschlagstief in Wilhelmshaven
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04:58 15.04.2013

Der neue Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven kommt nach wie vor nicht in Gang und belastet das Jahresergebnis des Betreibers Eurogate. Im ersten Quartal 2013 sind gerade einmal 7000 Container umgeschlagen worden. Seit der Eröffnung am 21. September vergangenen Jahres waren es insgesamt 33 000 Boxen. So habe der Betreiber 2012 mit 54,6 Millionen Euro fast ein Drittel weniger verdient als 2011, so Thomas Eckelmann, Vorsitzender der Eurogate-

Gruppe. Der Umsatz sei jedoch mit 654 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahrs geblieben.

Auch der Umschlag an den elf Terminals in Europa hätte mit 13,3 Millionen Standardcontainern (TEU) nur das Vorjahresniveau erreicht, so Eckelmann. Verluste an einigen Standorten wie Hamburg (minus zwölf Prozent) seien mit Zuwächsen an Terminals in Bremerhaven (plus 3,3 Prozent) und in Italien (plus 7,7 Prozent) ausgeglichen worden. In Bremerhaven wurden knapp 6,1 Millionen, in Hamburg gut 1,8 Millionen TEU bei Eurogate umgeschlagen.

Für den JadeWeserPort in Wilhelmshaven rechnet Eckelmann in diesem Jahr mit weiteren Verlusten. Der Markt bleibe schwierig, so der Vorsitzende der Eurogate- Gruppe. Dennoch rechne die Geschäftsleitung in diesem Jahr mit einem stabilen Containerumschlag auf Vorjahresniveau. Die Gruppe beschäftigte am Jahresende 7665 Mitarbeiter, davon rund 4400 an den deutschen Standorten.

Das Unternehmen Eurogate hat im vergangenen Jahr insgesamt knapp 159 Millionen Euro investiert, davon mehr als 100 Millionen in den JadeWeserPort. Weil das Geschäft insgesamt stagniere, sei es schwierig, mehr Containerschiffe für den neuen Tiefwasserhafen zu gewinnen, räumte Emanuel Schiffer, ebenfalls Vorstand der Eurogate-Gruppe, ein.

Corinna

Romke

Große Containerfrachter
Der JadeWeserPort (JWP) in Wilhelmshaven ist der einzige Container-Tiefwasserhafen Deutschlands. Niedersachsen und Bremen investierten mehr als 600 Millionen Euro, der private Betreiber Eurogate gab zusätzlich 350 Millionen. Der JWP ermöglicht, dass auch die größten Containerfrachter der Welt voll beladen und unabhängig von Ebbe und Flut einen deutschen Hafen anlaufen können. Bei Niedrigwasser ist er 18 Meter tief und für Schiffe mit 16,50 Metern Tiefgang geeignet. Hamburg und Bremerhaven sind nur für einen Tiefgang von 12,80 Metern ausgelegt.

stg

OZ

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