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Urlaub auf dem Riesenfrachter

Rostock/Hamburg Urlaub auf dem Riesenfrachter

Containerschiff „Peene Ore“ der Rostocker Reederei Laeisz nimmt Passagiere mit

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Der 332 Meter lange Frachter „Peene Ore“

Quelle: Reederei Laeisz

Rostock/Hamburg. Urlaub auf dem Kreuzfahrtschiff — diese Art des Ausspannens erfreut sich seit Jahren wachsender Beliebtheit. Doch es geht auch etwas einfacher: mit dem Containerschiff. Viele Reedereien nehmen Passagiere auf ihren Riesenfrachtern mit. „Für solche Reisen muss man sehr flexibel und spontan sein“, betont Katja Schröder vom Baltic Reisebüro der Rostocker Reederei F. Laeisz. Feste Hafentermine gebe es nicht. Die Schiffe könnten auch mal längere Zeit draußen auf Reede liegen. „Dann kann man nicht an Land“, ergänzt sie. Außerdem könnten sich die Routen kurzfristig ändern — je nachdem wo die Ladung hingebracht werden soll.

Ein Laeisz-Schiff ist die „Peene Ore“, die mit einer Ladefähigkeit von 322 000 Tonnen als zweitgrößter Massengutfrachter der Welt gilt. Sie ist nach dem längsten Fluss in Mecklenburg-Vorpommern, der Peene, benannt und Flaggschiff der in Rostock und Hamburg ansässigen Reederei F. Laeisz. Der Stralsunder Peer Schmidt-Walther hat eine Tour mitgemacht — von Hamburg nach Brasilien. Eine Fahrt über 4302 Seemeilen. „An Bord eines Frachters ist man nicht, um Zeit zu verbringen, sondern um Zeit zu haben“, sagt er. Und man erlebt den Alltag der Crew. „Man kann sich auf dem Schiff überall bewegen“, ergänzt Katja Schröder. Für die Urlauber gebe es einige speziell hergerichtete Kabinen — nur nicht ganz so luxuriös wie auf einem Kreuzfahrtschiff.

Peer Schmidt-Walther kann sich noch gut an seine Fahrt erinnern: Sechs Schlepper zerren den 332 Meter langen 78-Millionen-Dollar-Frachter von der Hamburger Pier ins Hafenbecken. Die „Peene Ore“

nimmt Kurs auf den Atlantik. 34000 PS bringen sie auf 16 Knoten bei einem Tagesverbrauch von 98 Tonnen oder vier Tanklastzügen Schweröl. Die Nordsee empfängt den Bulk-Carrier-Koloss stürmisch und kühl. Gischtkaskaden steigen über die 24 Meter hohe Back. Via Ticker laufen Warnungen über extreme Sturmstärken und Seegangshöhen ein. Später setzt die Biskaya noch eins drauf. Der Wind heult in Orkanstärke 12 mit über 75 Knoten um die Aufbauten. Bis zu 30 Grad rollt und torkelt der zitternde Gigant nach jeder Seite. „Es war ein Abenteuer“, erzählt der Stralsunder. Später genießt er die Sonne. Gelegenheit zum Baden gibt es auch — im 28 Grad warmen Meerwasser-Pool, der täglich zwei Mal frisch gefüllt wird. Und man kann beim Verladen zuschauen. In Brasilien lädt der Frachter gigantische Erzmengen. Weiter Infos: Baltic Reisebüro/Reederei F. Laeisz, Tel.: ☎ 0381/4582018

Von psw/ks

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