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Seewirtschaft Vor 50 Jahren begann in Bremen das Containerzeitalter
Nachrichten Wirtschaft Seewirtschaft Vor 50 Jahren begann in Bremen das Containerzeitalter
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00:05 02.05.2016
Das traditionelle Löschen der Fracht — hier 1972 in Hamburg — wurde durch Container weitgehend abgelöst. Quelle: Heidtmann/dpa

Eine Blechkiste revolutionierte vor 50 Jahren die Handelsschifffahrt: Am 5. Mai 1966 legte die „Fairland“ der amerikanischen Reederei Sea-Land mit 110 Containern im Bremer Überseehafen an. Damit wurde der erste Container in einem deutschen Hafen an Land gesetzt. „Es wurde als amerikanische Spinnerei abgetan, als Eintagsfliege. Dass das eine solche Entwicklung nehmen würde, hat man damals nicht geahnt“, sagt der Bremer Helmut Detken (76) rückblickend. Der Reedereikaufmann hat die rasante Entwicklung der Containerschifffahrt miterlebt. Die Bremer Lagerhaus-Gesellschaft — heute BLG Logistics Group — war für die Entladung des ersten Vollcontainerschiffes in Deutschland verantwortlich. „Wir waren die erste Hafengesellschaft in Deutschland, die in der Lage war, Container zu entladen“, sagt Vorstandsvorsitzender Frank Dreeke. Er war bei dem Großereignis als Sechsjähriger an der Hand seiner Mutter dabei, sein Vater arbeitete bei der BLG. „Das war die Geburtsstunde des Containerverkehrs.“

Als Erfinder der genormten Transportbox gilt der Amerikaner Malcolm McLean, der als Spediteur die Idee hatte, unterschiedliche Waren in Großbehälter zu packen. Der Containerverkehr habe zunächst an der Ost- und an der Golfküste der USA begonnen, sagt Detken. Transportiert wurden die Blechkisten auf umgebauten konventionellen Frachtern, die mit Bordkränen auf- und abgeladen wurden. In den Anfangszeiten gab es viele Beschädigungen. Fässer rollten durch die Container, weil sie nicht festgezurrt waren.

Heute ist Bremerhaven mit seinen Terminals 1 bis 4 hinter Rotterdam, Antwerpen und Hamburg der viertgrößte Containerhafen Europas.

OZ

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