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Seewirtschaft Weltall-Satellit aus Bremen soll Schiffe besser orten
Nachrichten Wirtschaft Seewirtschaft Weltall-Satellit aus Bremen soll Schiffe besser orten
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05:11 15.04.2013

Der Forschungssatellit „AISat“ soll künftig Signale des automatischen Identifikationssystems (AIS) empfangen, das fast alle Seeschiffe nach internationalen Vorschriften an Bord haben müssen. Das System verwendet UKW- Frequenzen und reicht 20 Seemeilen weit. Beim Empfang über Satelliten gibt es noch Probleme, vor allem in dicht befahrenen Gebieten.

Das liegt daran, dass herkömmliche Satelliten meist ungerichtete Kupferantennen haben. Diese erfassen einen Bereich mit einem Durchmesser von 6000 Kilometern. Der in Bremen entwickelte Satellit soll dagegen viel präziser arbeiten. Möglich macht das die helixförmige Antenne. Sie reduziere den Bereich auf einen Durchmesser von 750 Kilometern, sagt Projektleiter Jörg Behrens vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bremen. Vier Jahre haben er und seine Kollegen an der Konstruktion getüftelt und etwa eine Million Euro in die Entwicklung investiert. Mit Helix-Antennen sind bisher nur wenige Nachrichtensatelliten ausgerüstet — allerdings mit viel kleineren als die Bremer Konstruktion. In der Größe und für diesen Einsatz ist das einzigartig. Die Antenne aufzubauen, hat eine Menge Kopfzerbrechen bereitet. Sie durfte nicht zu schwer werden und musste zugleich stabil sein.

Im Juni soll „AISat“ fertig sein. Ende des Jahres oder Anfang 2014 wird er an Bord einer indischen Rakete ins All starten. Mehrere Monate soll er in 650 Kilometern Höhe verschiedene Tests fliegen und seine Daten an Bodenstationen in Bremen und Nordkanada senden.

OZ

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