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Seewirtschaft Wird die Elbe Güter-Highway?
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00:00 14.08.2017
Ein Binnenschiff fährt im Morgengrauen auf der Elbe nahe des brandenburgischen Wittenberge. Quelle: Foto: Jens Wolf/dpa

Die Elbe ist ein launischer Fluss. Mal erlaubt sie, dass Güterschiffe Ladung auf ihr hin- und herschippern. Doch oft macht sie ihnen an vielen Stellen jede Fahrt unmöglich. Für Unternehmen, die die Elbe als Transportweg brauchen, ist der 1100 Kilometer lange Fluss ein extrem unberechenbarer Geschäftspartner. „Das Problem sind die Wasserstände, die das Jahr über keine kontinuierliche Fahrt zulassen“, sagt René Oloff, der den Hamburger Standort der Deutschen Binnen-Reederei leitet. „Das unterbricht den Service. Die Kunden wollen aber das ganze Jahr über beliefert werden.“

Die Menge der auf der Elbe verschifften Güter hat sich – wohl auch deshalb – auf einem sehr niedrigen Niveau eingependelt. Das Wasser- und Schifffahrtsamt in Magdeburg zählte 2016 gerade einmal 0,35 Millionen Tonnen Waren – der zweitniedrigste Wert seit 1997. Nun gibt es für die Wirtschaft neue Hoffnung, dass der Fluss bald für den Güterverkehr gezähmt wird. Grund ist das Gesamtkonzept Elbe, ein Papier, das Naturschützer und Vertreter der Schifffahrt dreieinhalb Jahre lang gemeinsam ausgehandelt haben. Es sieht vor, die Elbe künftig mehr als elf Monate im Jahr für Schiffe befahrbar zu machen – mit einer durchschnittlich 1,40 Meter tiefen Fahrrinne. Bedingung: Dafür nötige Maßnahmen dürfen der Natur nicht schaden. Zudem gibt es viele Untiefen – unter anderem bei Dömitz in Mecklenburg-Vorpommern. Violetta Kuhn

OZ

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