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Solarworld mit düsterem Jahresstart

Bonn Solarworld mit düsterem Jahresstart

Der finanziell schwer angeschlagene Solarmodulhersteller Solarworld bekommt im operativen Geschäft kein Bein auf die Erde. Im ersten Vierteljahr verlor das einstige Vorzeigeunternehmen der Branche weiter an Boden.

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Die Zentrale des angeschlagenen Photovoltaikunternehmens Solarworld in Bonn. Foto: Oliver Berg

Bonn. Der Umsatz brach von 170,5 Millionen Euro auf 112,2 Millionen Euro ein, das Konzernergebnis verschlechterte sich deutlich von Minus 0,3 auf Minus 40 Millionen Euro, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Pflichtmitteilung für die Börse hervorgeht.

Geringere Absatzmengen und Preisdruck setzten dem Konzern zu. Der lange Winter und der Restrukturierungsprozess drückten dem Unternehmen zufolge auf den Absatz. Die vollständigen Zahlen will Solarworld an diesem Mittwoch vorstellen.

Deutsche Solarmodulhersteller hatten sich immer wieder über Billig-Konkurrenz aus China beschwert. Sie waren reihenweise ins Straucheln geraten. Die EU erwägt derzeit, den Billigimporten aus China einen Riegel vorzuschieben und ihre Einfuhr mit hohen Zollsätzen zu belegen. Die EU-Kommission muss bis zum 5. Juni über vorläufige Strafzölle entscheiden. Die Behörde hatte am Dienstag deutlich gemacht, dass sie trotz wachsenden Widerstands aus den Mitgliedstaaten nicht bereit sei, darauf zu verzichten.

Die Rettungsbemühungen bei Solarworld sind auf der Zielgeraden, es zeichneten sich zuletzt aber zähe und noch längere Gespräche mit Gläubigern, die für ein Sanierungskonzept gewonnen werden sollen, ab. Mit einem drastischen Schuldenschnitt, der auch zu Lasten der Anleihegläubiger ginge, will Unternehmenschef Frank Asbeck das Ruder herumreißen. Vergangene Woche war eine erste Versammlung von Anleihegläubigern in Bonn ohne greifbares Ergebnis geblieben. Das in Schieflage geratene einstige Vorzeigeunternehmen will bis zum August die Gläubiger für ein Sanierungskonzept gewinnen.

„In den nächsten drei Monaten wollen wir alle Gespräche mit Gläubigern und Kapitalgebern konstruktiv zu Ende führen und damit eine gute Zukunft der Solarworld gestalten“, hatte Asbeck erklärt.

Mit wichtigen Schuldscheingläubigern sei eine vorläufige Einigung über einen Schuldenschnitt erzielt worden, hatte das Unternehmen Ende April mitgeteilt. Dadurch sollen die langfristigen Verbindlichkeiten um etwa 60 Prozent verringert werden. Im Gegenzug sollen die Gläubiger neue Aktien erhalten und zu Mehrheitseigentümern werden. Für den 11. Juli hat Solarworld die Alt-Aktionäre zu einer bereits angekündigten außerordentlichen Hauptversammlung eingeladen. Sie wären bei einer kräftigen Kapitalherabsetzung ebenso wie Gläubiger Leidtragende.

Mitteilung

Solarworld zu Gläubigerversammlungen

Solarworld zum Zeitplan

dpa

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