Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -1 ° Schneeschauer

Navigation:
Solarworld produziert nach Insolvenzanträgen vorerst weiter

Rohstoffe nur gegen Vorkasse Solarworld produziert nach Insolvenzanträgen vorerst weiter

Weiter arbeiten ist nach Insolvenzanträgen das A und O. Denn für verwaiste Fabrikhallen wird es sehr viel schwerer, einen Investor zu finden. Beim Solarhersteller Solarworld läuft die Produktion vorerst.

Voriger Artikel
Noch mehr Frachtriesen für Hamburg
Nächster Artikel
Bill Gates gibt jungen Menschen Berufswahl-Tipps

Am Thüringer Produktionsstandort Arnstadt wird vorläufig weiterproduziert.

Quelle: Arifoto Ug/michael Reichel

Bonn. Deutschlands größter Solarhersteller Solarworld produziert nach den Insolvenzanträgen der vergangenen Woche mit einem Großteil seiner Kapazität vorerst weiter.

Das gelte für das Werk in Arnstadt (Thüringen) und für den größten Teil des Werkes in Freiberg (Sachsen), sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters Horst Piepenburg der Deutschen Presse-Agentur. Auch in der Bonner Solarworld-Zentrale werde gearbeitet.

Piepenburg sei im Moment dabei, sich ein Bild vom Unternehmen zu machen. Dazu sei er am Montag zu Gesprächen mit Betriebsrat und Management in Arnstadt gewesen, am Dienstag in Freiberg, sagte der Sprecher. Die Stimmung bei den Gesprächen sei „gefasst“.

In Freiberg ruhe die Zellproduktion, weil Lieferanten Rohstoffe künftig nur noch gegen Vorkasse lieferten. Die Konditionen müssten noch abgesprochen werden. Dies sei aber ein normaler Vorgang nach Insolvenzanträgen. Der Rest des Werkes laufe. „Die Fortführung ist zentral für den Erhalt der Substanz“, betonte der Sprecher.

Solarworld hatte vergangene Woche Insolvenz für die Konzernmutter und die deutschen Töchter angemeldet. Das Unternehmen macht für sein Scheitern vor allem Dumping-Angebote aus China verantwortlich, die den Marktpreis weltweit in den Keller gedrückt hätten.

Solarworld beschäftigt nach den jüngsten Zahlen des vorläufigen Insolvenzverwalters rund 3000 Menschen, davon rund 2300 in Bonn, Freiberg und Arnstadt. Die knapp 300 Leiharbeiter im Unternehmen seien nach den Insolvenzanträgen nicht mehr erschienen. Sie haben keinen Anspruch auf das dreimonatige Insolvenzgeld, das der Stammbelegschaft zusteht.

Der 63-Jährige Anwalt Piepenburg gilt als erfahrener Sanierer. So schaffte er es 2002 beim insolventen Oberhausener Babcock-Konzern, die Mehrzahl der rund 21 000 Jobs zu retten.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Weltweiter Solar-Preissturz
Solarworld-Chef Frank Asbeck hatte noch Ende März angekündigt, mit einem scharfen Sparprogramm bis 2019 wieder aus der Verlustzone kommen zu wollen.

Deutschlands größter Solarhersteller Solarworld ist insolvent. Das Unternehmen macht vor allem Dumping-Angebote aus China verantwortlich für das Scheitern. Die Beschäftigten traf die Nachricht überraschend.

mehr
Mehr aus Wirtschaft
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.