Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Soros warnt vor Untergang der Zivilisation
Nachrichten Wirtschaft Soros warnt vor Untergang der Zivilisation
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:42 26.01.2018
Der Milliardär ist scharfzüngiger Kritiker vieler Regierungen - allen voran der US-Führung von Donald Trump. Quelle: Andreas Gebert/archiv
Anzeige
Davos

Der 87-Jährige sieht die Gefahr eines Atomkriegs, warnt vor den Folgen des Klimawandels, ist alarmiert über die Macht der Internetkonzerne und erklärt das europäische Parteiensystem für reformbedürftig. Dabei nannte er am Donnerstag in Davos explizit die CSU als Problemfall.

Das Auftauchen einer anderen Partei - der AfD - habe die CSU gezwungen, „noch weiter nach rechts zu rücken angesichts der Wahlen in Bayern“, sagte Soros. Dadurch habe sich zwischen den bislang wie siamesische Zwillinge agierenden Unionsparteien ein unüberbrückbarer Graben aufgetan. „Das deutsche Parteiensystem ist damit weitgehend funktionsunfähig, bis sich CDU und CSU aufspalten.“

Soros' Heimat ist Ungarn, sein Vermögen machte der heute 87-Jährige aber in den USA. Der Milliardär ist scharfzüngiger Kritiker vieler Regierungen - allen voran der US-Führung von Donald Trump. „In den USA würde Präsident Trump gerne einen Mafia-Staat errichten, aber er schafft es nicht. Die Verfassung, andere Institutionen und die lebendige Zivilgesellschaft stehen dem entgegen“, sagte Soros.

„Doch nicht nur das Überleben der offenen Gesellschaft steht auf dem Spiel, sondern der Zivilisation insgesamt.“ Der Grund sei der Aufstieg von Herrschern wie Kim Jong Un in Nordkorea und eben Trump in den USA. „Beide scheinen einen Atomkrieg in Kauf zu nehmen, um an der Macht zu bleiben.“ Allerdings betrachte er die Trump-Regierung als „zwischenzeitliches Phänomen“, das spätestens 2020 ende. „Oder sogar früher.“

dpa

Mehr zum Thema

Die Industrie 4.0 gefährdet laut einer Studie des Weltwirtschaftsforums (WEF) vor allem Arbeitsplätze von Frauen.

22.01.2018

US-Präsident Donald Trump wird seinen Besuch beim Weltwirtschaftsforum in Davos zu politischen Gesprächen mit führenden Politikern von Verbündeten nutzen.

24.01.2018

Der britische Schatzkanzler warnt vor einer Abwanderung der Finanzindustrie nach Übersee, sollten sich Briten und Kontinentaleuropäer beim Brexit nicht einigen können.

25.01.2018

Den Termin streichen sich die Spielzeughersteller im Kalender rot an - in wenigen Tagen stellen Branchenakteure aus aller Welt in Nürnberg ihre Neuigkeiten vor. Drei wichtige Trends haben die Veranstalter der Spielwarenmesse schon ausgemacht.

26.01.2018

Partner erhalten neue Verträge / Nur noch zweijährige Kündigungsfrist

26.01.2018

Für ein Verbot bestimmter Fischfangmethoden in der deutschen Nord- und Ostsee ist einem wichtigen EU-Gutachter zufolge die Europäische Union und nicht Deutschland allein zuständig.

26.01.2018
Anzeige