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Wirtschaft Spargelsaison geht zu Ende: Geringe Erträge
Nachrichten Wirtschaft Spargelsaison geht zu Ende: Geringe Erträge
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00:01 23.06.2017
Ein polnischer Erntehelfer zeigt frisch gestochenen Spargel. Die Saison im Nordosten war eher schlecht. Quelle: Foto: Markus Scholz/dpa

. Eine gute Spargelsaison sieht anders aus: Die Spargelanbauer im Nordosten sind trotz des frühen Beginns in diesem Jahr nicht zufrieden. Einige Betriebe haben das Spargelstechen schon Tage vor dem traditionellen Ende am Johannitag, dem 24. Juni, eingestellt. Auch im Unternehmen „Mecklenburger Frische“ in Tieplitz bei Güstrow sind einige Spargelfelder bereits grün. Heute gehen zum letzten Mal Erntehelfer raus, wie die Landwirtin Yvonne von Laer sagte.

In diesem Jahr sei noch weniger geerntet worden als im ebenfalls schon schlechten Vorjahr. Im Vergleich zum mehrjährigen Durchschnitt schätzte sie die Einbußen auf 40 bis 50 Prozent. „Wir haben das Kühlhaus nie vollgehabt“, sagte sie. „Mit dem Ertrag sind wir bei weitem nicht zufrieden.“ Bis fast Mitte Mai sei das Wetter kalt gewesen, es habe noch Nachtfröste gegeben.

Die Verkaufsstände seien bis dahin an den ersten drei Wochentagen geschlossen geblieben, weil es nichts zu verkaufen gegeben habe und weil auch die Nachfrage gering gewesen sei. Die Stangen seien dünn gewesen. Am Anfang habe wenigstens noch der Preis gestimmt, sagte die Unternehmerin. Zur Mitte und zum Ende der Saison sei er für die Anbauer schlechter geworden. Die Ausgaben für den Betrieb aber seien die gleichen wie bei einer guten Ernte. Im Kartoffelmarkt und Spargelgarten Sülten (Kreis Ludwigslust-Parchim) ist die Ernte laut Betriebsleiter Steffen Schwedt durchschnittlich ausgefallen. Allerdings sei die Anbaufläche so drastisch reduziert worden, dass Spargel kaum noch ins Gewicht falle, sagt er. Als Gründe nannte er die schlechte Preisentwicklung in den letzten Jahren und den Boden, der keinen schneeweißen Spargel hergebe. Anderen aber wollten die Kunden nicht.

In Neverin bei Neubrandenburg wird gar kein Spargel mehr angebaut. Als Grund wurden die höheren Kosten durch den Mindestlohn angegeben.

Birgit Sander

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