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Wirtschaft Spielwarenbranche froh: Rekordgeschäft zu Weihnachten
Nachrichten Wirtschaft Spielwarenbranche froh: Rekordgeschäft zu Weihnachten
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00:05 30.11.2016

Alle Jahre wieder freuen sich die Spielzeughändler auf die Adventszeit. Denn wenn die Kinder eines vom Weihnachtsmann haben wollen, dann sind das Geschenke, am besten einen ganzen Sack voll. Wegen der besonders langen Adventszeit erwartet die Branche deshalb ein Rekord-Weihnachtsgeschäft, kündigte der Geschäftsführer des Deutschen Verbands der Spielwarenindustrie (DVSI), Ulrich Brobeil, gestern in Nürnberg an.

40 Prozent des bundesweiten Jahresumsatzes macht die Branche in der Weihnachtszeit. Mehr als drei Milliarden Euro sollen dieses Jahr erstmals erwirtschaftet werden, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands des Spielwaren-Einzelhandels (BVS), Willy Fischel. Auch in MV sind die Händler optimistisch: „Wir rechnen im Weihnachtsgeschäft mit einem Umsatz von 14,25 Millionen Euro“, sagt der Geschäftsführer der Handelskammer Nord in Rostock, Kay-Uwe Teetz. Demnach gibt jeder im Land durchschnittlich 87 Euro für Spielzeuggeschenke aus. Doch wer zu lange wartet, könnte vor leeren Regalen stehen. „Es kann zu Engpässen kommen, je näher der 24. Dezember rückt“, sagt Teetz. Das liege vor allem daran, dass Hersteller bestimmte Waren nur in einer gewissen Anzahl vorproduzieren.

„Die ,Hatchimals’ sind beispielsweise schon komplett vergriffen“, sagt die Inhaberin der „Spielzeugschachtel“ in Stralsund, Adelheid Block. Das interaktive Spielzeug wird in einem Ei verkauft, aus dem ein sprechendes Küken schlüpft. Zehn „Hatchimals“ gab es im Stralsunder Spielzeugladen. „Nur 20000 Stück waren auf dem gesamten deutschen Markt. Wir können also nicht einmal nachbestellen“, ergänzt Block. Allerdings seien auch Bausätze, Playmobil und 3D-Puzzles gefragt.

Im Fachgeschäft „Mancala“ in Rostock sind Lego oder SchleichFiguren beliebt. „Aber auch Holzspielzeug oder Glitzersand zum Basteln stehen hoch im Kurs“, so Geschäftsleiter Konrad Mühlichen. Mehr als doppelt so viele Kunden wie üblich finden bereits den Weg in den Laden.

„An guten Tagen beraten wir bis zu 150 Menschen“, bestätigt auch Verkäuferin Elke Stüve von der „Schatzinsel“ in Wismar. Neben den Klassikern wird hier vor allem das Gesellschaftsspiel „Codenames“

gekauft. Bei dem Spiel muss der Spieler den Teammitgliedern Namen von Agenten erklären, ohne dass die Konkurrenz die Namen erfährt. „Die Kunden wollen immer die neuesten Produkte, da müssen wir schnell sein“, sagt Stüve. Innerhalb von einer Woche könnte sie die meisten Artikel problemlos nachbestellen.

In Greifswald rechnet die Inhaberin von „Flax und Krümel“, Martina Dunker, erst in den kommenden Wochen mit den Weihnachts-Kunden. „Meistens geht es erst 14 Tage vor dem Fest richtig los“, sagt Dunker. In ihrem Geschäft sind vor allem Produkte von Disneys „Eiskönigin“ oder leuchtende „Light-Stax“-Steine, die mit Lego verbaut werden können, gefragt.

„Bei uns ist das ganze Jahr über Weihnachten“, scherzt hingegen Ralf Hadler von der Hädl Manufaktur in Broderstorf bei Rostock. Jeden Monat schickt er 2000 bis 5000 selbstgebaute Modellautos und -güterwagen an seine Kunden. Da mache das Weihnachtsgeschäft keine Unterschiede.

Ann-Christin Schneider

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