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Nachrichten Wirtschaft Sportartikler hoffen im neuen Jahr auf die deutsche Elf
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00:01 04.01.2018
Fußbälle des Sponsors Adidas hängen in München an der Decke des Vereinsmuseums FC Bayern Erlebniswelt in der Allianz Arena. Quelle: Foto: Tobias Hase/dpa

Eine deutsche Fußball-Nationalmannschaft auf Mission Titelverteidigung in Russland und Olympische Winterspiele auf der koreanischen Halbinsel: Das Jahr 2018 steht im Zeichen des Sports. Und die Fußball-Weltmeisterschaft sowie Olympia sind längst nicht die einzigen Großevents im Kalender. Eine Handball-EM in Kroatien und eine Leichtathletik-EM in Berlin im Sommer gibt es zum Beispiel auch. Die Vorfreude bei den Sportartiklern ist naturgemäß groß.

Die beiden zugkräftigsten Ereignisse im Sportkalender 2018 entfalten erfahrungsgemäß längst nicht die gleiche Sogwirkung auf Kunden. Die Olympischen Spiele würden eher als Event gesehen, das Begeisterung für den Sport schafft, Neugier weckt und Aufmerksamkeit bringt – auch durch die Medien, meint Michael Steinhauser, Kommunikationschef beim Einkaufsverbund Intersport. Dass „ein Kunde dann bei uns im Geschäft steht und sich vielleicht einen Bobanzug kauft“, sei eher unwahrscheinlich. Ganz ähnlich sieht das auch Nicole Espey, Geschäftsführerin beim Bundesverband der Sportartikelindustrie (BSI): Neben Supersportjahren sei ein knackiger Winter für die Branche von Bedeutung. Im vergangenen Jahr habe es schon früh Schnee gegeben, erstmals schon im November – mit dem Ergebnis, dass für Skifahrer in den Bergen jetzt schon viel Schnee liegt. Also beste Aussichten auch fürs neue Jahr. Beim Fußball gehe es vor allem um Trikot- und Schuhverkäufe – „und dann ist davon auszugehen, dass die Verkaufszahlen immer in die Höhe schießen, wenn das deutsche Team erfolgreich ist“, so die Expertin. „Wenn irgendein Skifahrer mit einem bestimmten Paar Ski Olympiasieger wird, haben Sie diesen Effekt nicht.“

Mit dem großen Hype um Trikots der deutschen Nationalkicker rechnet Intersport-Sprecher Steinhauser erfahrungsgemäß erst nach dem Champions-League-Finale. Der Rückblick aufs vorige WM-Jahr, als Deutschland den Titel holte, stimmt ihn optimistisch: Nutznießer der WM-Euphorie war auch Adidas, Ausrüster und Sponsor der deutschen Nationalmannschaft. Herbert Hainer, damals Vorstandschef des Sportartikelherstellers, geriet förmlich ins Schwärmen: Der Fußball-Umsatz von Adidas sei 2014 dank Weltmeister Deutschland auf ein Rekordniveau geklettert. Und wenn es für die DFB-Elf 2018 wieder so gut läuft, könnte Adidas ein Sahnehäubchen auf den ohnehin glänzenden Umsätzen winken.

Auch bei Puma läuft es wieder richtig rund. Bei der Fußball-WM in Russland wollen die Franken als Ausrüster der Teams von Uruguay und der Schweiz sowie einer Reihe herausragender Einzelspieler Markenpräsenz zeigen, wie ein Sprecher sagte. Auch Andreas Rudolf, Geschäftsführer des Intersport-Konkurrenten Sport 2000, rechnet mit einem guten Eventjahr. Für 2018 rechnet Rudolf dank der WM immerhin mit einem Zuwachs von zwei Prozent.

Nike ist weltweit der Platzhirsch Nummer eins

Größter Sportartikelhersteller weltweit ist der US-Konzern Nike mit 30,7 Milliarden Euro Umsatz (2016). Dahinter folgen Adidas (19,3 Mrd.), VF Corp (USA, 11,4 Mrd.), Under Armour (USA, 4,6

Mrd.), New Balance (USA, 3,6 Mrd.), Puma (3,6 Mrd.) und Asics (Japan, 3,2 Mrd.).

Olympia und WM hin oder her – der Branche ist um die Zukunft nicht bange. Denn Bewegung und gesunde Lebensführung sind in. Viele haben Turnschuhe großer Sportartikelhersteller oder modische Sportjacken.

Bernard Darko

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