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Wirtschaft Stahlkonzern ArcelorMittal verdient so viel wie lange nicht
Nachrichten Wirtschaft Stahlkonzern ArcelorMittal verdient so viel wie lange nicht
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12:12 31.01.2018
Kaltgewalzte Bleche, aufgerollt zu Coils, im Kaltwalzwerk der ArcelorMittal Eisenhüttenstadt GmbH. Quelle: Patrick Pleul/archiv
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Luxemburg

Der weltgrößte Stahlkonzern ArcelorMittal hat im vergangenen Jahr dank einer hohen Nachfrage so viel verdient wie seit vielen Jahren nicht mehr. Zudem ist der Konzern beim Abbau der Schulden fast am Ziel und traut sich nach zwei Jahren Pause wieder die Ausschüttung einer Dividende zu.

ArcelorMittal steigerte 2017 den Umsatz um ein Fünftel auf knapp 69 Milliarden Dollar (55,4 Mrd Euro), wie der Konzern in Luxemburg mitteilte. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 4,6 Milliarden Dollar nach 1,8 Milliarden Dollar im Vorjahr. Dank der guten Lage und der deutlich reduzierten Schulden nimmt ArcelorMittal die Dividendenzahlung wieder auf.

Da der Konzern die Schulden weiter drücken will und zudem Geld für Investitionen braucht, fällt die Ausschüttung mit 10 Cent geringer aus als von Experten erhofft.

„2017 war dank des Konzernumbaus und der günstigen Marktbedingungen ein erfolgreiches Jahr“, sagte Konzernchef Lakshmi Mittal. Der indische Milliardär sieht günstige Bedingungen am Weltstahlmarkt. Gefahren seien aber weiter die Überkapazitäten in der Branche und die teils unfairen Handelsbedingungen für einige Länder.

So werfen europäische Hersteller China vor, billigen Stahl zu Dumpingpreisen auf den Markt zu werfen. Daher hatte die EU im vergangenen Jahr Strafzölle verhängt - auch die USA unter Präsident Donald Trump wollen die heimischen Hersteller mit Zöllen schützen.

ArcelorMittal mit fast 200.000 Mitarbeitern betreibt weltweit Fabriken. In Deutschland hat der Konzern vier große Produktionswerke in Bremen, Duisburg, Eisenhüttenstadt und Hamburg und beschäftigt rund 9000 Menschen. Damit zählt ArcelorMittal zu den größten Stahlherstellern Deutschlands. Nummer eins ist Thyssenkrupp. Der Konzern aus Essen will sein europäisches Stahlgeschäft mit dem des indischen Konkurrenten Tata zusammenlegen, um die Kosten zu drücken.

dpa

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