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Wirtschaft Strand, Natur, Kultur: Land wirbt auf großer Tourismus-Bühne
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00:00 24.02.2017
Berlin/Rostock

Wellness, Strand und Natur, Familienurlaub, Kultur und Kulinarisches: Mecklenburg-Vorpommerns Ostseeküste und die Seenplatte gehören zu den wichtigsten der 180 Urlaubsregionen, die sich vom 8. bis 12. März auf der Reisemesse ITB in Berlin präsentieren. 180 000 Besucher werden bei der 51. Ausgabe erwartet – dem traditionellen Saisonauftakt der Tourismusbranche.

Um deren Aufmerksamkeit kämpfen auch 21 Aussteller aus dem Nordosten – touristische Regionalverbände, Reiseanbieter, Hotels. „Unser Land ist ein stark nachgefragtes und beliebtes Reiseziel“, erklärt Tourismusminister Harry Glawe (CDU). Damit das so bleibe, wolle man in Berlin „die gesamte touristische Vielfalt präsentieren“.

Einen „Schaufensterbummel durch die ganze Welt“ nennt Sylvia Bretschneider, Präsidentin des Tourismusverbandes MV, die ITB. Und Mecklenburg-Vorpommerns Auslage habe viele Attraktionen zu bieten:

„Neue Hotels und Freizeiteinrichtungen, bessere Anreisemöglichkeiten und die besten Übernachtungszahlen in der 27-jährigen Landesgeschichte.“

Und so dreht sich bei den Ausstellern aus MV (Norddeutschland-Halle 6.2a) alles um Land- und Reiturlaub, um Natur, Wassersport und Camping. Am 11. und 12. März, wenn die Hallen für alle Interessierten geöffnet sind, locken zudem Tanzgruppen, Bierseminare, Bernsteinschleifer. Denn: In diesem Jahr im Mittelpunkt stünden „Tradition und Brauchtum“, erklärt Tobias Woitendorf, Sprecher des Landestourismusverbandes MV. Aus gutem Grund: Für immerhin neun Prozent der Urlaubsgäste in MV sind Tradition und Geschichte ein Grund für die Reiseentscheidung. Das ergab die repräsentative Gästebefragung Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus 2015/16. Auch bei den Urlaubsaktivitäten spiegelt sich das Interesse an Traditionen und Bräuchen wider: 54 Prozent besuchen die Sehenswürdigkeiten des Landes, 20 Prozent besichtigen Museen, 15 Prozent besuchen die UNESCO-Welterbe-Stätten.

Botswana, das diesjährige ITB-Partnerland, wirbt mit der Kalahari-Wüste, dem Okavango-Becken, Lagunen und seinem Wildtierreichtum – Nashörner, Elefanten, Zebras, Löwen und Giraffen. Weltweit habe sich die Wildtierpopulation in den vergangenen 40 Jahren halbiert, sagt Botswanas Botschafterin in Deutschland, Tswelopele Moremi. In ihrem Land aber sei sie gewachsen. 35000 Deutsche hätten das Land im Süden Afrikas 2016 besucht.

Sorgen haben die türkischen Aussteller, die wieder die größte Landesgruppe ausmachen. In der Türkei brachen die Buchungen aus Deutschland im vergangenen Jahr unter dem Eindruck von Terroranschlägen ein. Das Land hat seine Präsenz in Berlin vergrößert und füllt nun eine ganze Halle. Mehr Aussteller kommen auch aus Asien, vor allem aus dem arabischen Raum.

Dass die 26 Hallen wieder ausgebucht sind, zeige, dass die internationale Reiseindustrie trotz politischer Unwägbarkeiten Wert auf den persönlichen Austausch lege, meint ITB-Chef David Ruetz. Zwei Drittel der Besucher sind üblicherweise Fachleute – ihnen sind die ersten drei Messetage vorbehalten, bevor am Wochenende des 11. und 12. März die Hallen für alle Interessierten öffnen.

Burkhard Fraune und Thomas Luczak

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