Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Streikgefahr an Berliner Flughäfen gebannt

Tarifkonflikt gelöst Streikgefahr an Berliner Flughäfen gebannt

Die Vermittlung durch Ex-Senator Körting brachte die Einigung: Nach mehreren Streiktagen bekommt das Bodenpersonal in Tegel und Schönefeld mehr Geld - und die Fluggäste Sicherheit.

Voriger Artikel
DAX: Kurse im XETRA-Handel am 28.03.2017 um 13:05 Uhr
Nächster Artikel
Ryanair nimmt Flugbetrieb aus Lufthansa-Nest Frankfurt auf

Am Flughafen Tegel in Berlin läuft nach der Einigung der Flugbetrieb wieder normal.

Quelle: Paul Zinken

Berlin. Passagieren an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld drohen vorerst keine Streiks mehr. Im Tarifkonflikt des Bodenpersonals ist in der Nacht zu Dienstag eine Einigung bis März 2020 gelungen.

Die Stundenlöhne sollten demnach bis 2019 in vier Schritten steigen, in einigen Vergütungsgruppen um bis zu 1,90 Euro. Bislang verdienen sie durchschnittlich elf Euro.

Mehr als 2000 Angestellte der fünf Firmen, die Bodenverkehrsdienste an den beiden Flughäfen anbieten, profitieren nach Gewerkschaftsangaben von der Einigung. Der Abschluss entspreche insgesamt einem Aufschlag von etwa 14 Prozent, die Arbeitgeber sprachen von 13 Prozent. Air Berlin als größte Airline in Berlin reagierte erleichtert.

„Wir mussten umfangreiche und auch schmerzliche Kompromisse eingehen, um die Lösung zu ermöglichen, aber auch die Arbeitgeber haben sich schließlich bewegt“, kommentierte Verdi-Verhandlungsführer Enrico Rümker den Kompromiss.

Ein Sprecher der Arbeitgeber sagte, man sei „bis an die Grenzen des Leistbaren gegangen – und teilweise darüber hinaus“. Die Unternehmen sind im Forum der Bodenverkehrsdienstleister Berlin-Brandenburg organisiert.

Der frühere Berliner Innensenator Ehrhart Körting (SPD) hatte in dem festgefahrenen Tarifstreit vermittelt. Vier Termine waren nötig, bis sich die Parteien schließlich nach einer 17-stündigen Verhandlungsrunde einigten. Der Abschluss soll nun in der kommenden Woche den Verdi-Mitgliedern zur Urabstimmung vorgelegt werden.

Nach zwei Warnstreiks im Februar hatten die Verdi-Mitglieder Anfang März mit großer Mehrheit für einen Streik gestimmt. An drei Tagen legten sie danach die Arbeit nieder und die Berliner Flughäfen damit größtenteils lahm.

Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann sagte: „Die Einigung der Tarifpartner ist eine gute Nachricht.“ Ein stabiler und reibungsarmer Luftverkehr sei von zentraler Bedeutung für die deutsche Hauptstadt Berlin. „Airlines, die Mitarbeiter der Bodenverkehrsdienste und die Berliner Wirtschaft haben nun Planungssicherheit für die nächsten drei Jahre.“

dpa/bb

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Dokumentation
Günter Lubitz, Vater von Andreas Lubitz, bei seiner von vielen kritisierten Pressekonferenz.

Günter Lubitz - Vater des Copiloten Andreas Lubitz, der vor zwei Jahren den Germanwings-Absturz verursacht haben soll - hat sich am Freitag zu Beginn einer Pressekonferenz ...

mehr
Mehr aus Wirtschaft
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.