Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Studie: China wird für deutsche Autobauer immer wichtiger
Nachrichten Wirtschaft Studie: China wird für deutsche Autobauer immer wichtiger
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:42 29.01.2018
Ein Kunde schaut sich bei einem BMW-Händler in Peking verschiedene Modelle an. Quelle: Rolex Dela Pena
Anzeige
Stuttgart

Der chinesische Markt gewinnt für die deutschen Autohersteller immer weiter an Bedeutung. 34,9 Prozent ihrer Autos haben Volkswagen, Daimler und BMW im vergangenen Jahr in China verkauft, wie aus einer Studie des Beratungsunternehmens Ernst&Young (EY) hervorgeht.

Der Wert steigt seit Jahren, 2009 war der Anteil nur gut halb so hoch. Am stärksten hängt VW an China: 40 Prozent der 2017 verkauften Autos der Wolfsburger gingen an chinesische Kunden.

Der Marktanteil aller drei Konzerne in China wurde nach mehreren Jahren des Rückgangs laut Studie erstmals wieder größer und liegt nun bei gut 22 Prozent. Weil Steuervergünstigungen für kleinere Autos ausliefen, schrumpfte das Absatzplus auf dem chinesischen Markt insgesamt von 18 auf 2 Prozent zusammen. Dem hätten sich die deutschen Hersteller aber weitgehend entziehen können, erläuterte EY-Autoexperte Peter Fuß. „Ihre Wachstumsrate sank zwar von 13 auf 8 Prozent. Damit schnitten sie aber deutlich besser ab als der Gesamtmarkt und konnten jeweils Marktanteile gewinnen“, sagte er.

Für das laufende Jahr hält Fuß ein Marktwachstum in China von drei bis vier Prozent für möglich - und die deutschen Hersteller für in der Lage, erneut besser abzuschneiden. Zugleich wachse der Druck durch die bevorstehende E-Auto-Quote. Ab 2019 müssen die Hersteller in China zehn Prozent ihrer Wagen mit Elektromotor verkaufen. Davon seien die Deutschen noch weit entfernt, und die Erfüllung der Quote werde ein finanzieller Kraftakt. Gleichzeitig könnten sie es sich nicht leisten, in China nicht vorn dabei zu sein. „Hier werden die Spielregeln neu geschrieben und Marktanteile vergeben“, sagte Fuß.

dpa

Mehr zum Thema

Digitalisierung heißt das Zauberwort in der Industrie - und im Handel sowieso. Die Menschen kaufen immer mehr im Internet. Gehören künftig auch Autos dazu? VW will das eigene Händlernetz zukunftssicher machen - aber davon profitieren nicht alle.

25.01.2018
Wirtschaft Schwächstes Wachstum seit 2012 - Brexit trifft britische Wirtschaft

Großbritanniens Wirtschaft bekommt die Unsicherheiten rund um den Brexit zu spüren. Die Wirtschaftskraft ist 2017 so schwach gewachsen wie seit fünf Jahren nicht mehr.

26.01.2018

Der VW-Konzern steckt schon wieder in der Bredouille. Neue brisante Details, die im Zuge der „Dieselgate“-Ermittlungen herauskamen, bringen den Wolfsburger Autoriesen in Erklärungsnot. Auch Daimler und BMW sind betroffen.

28.01.2018

Politiker reagieren mit Unverständnis und Empörung auf Medienberichte, wonach die Deutsche Bank trotz erneuter Jahresverluste Boni von etwa einer Milliarde Euro ...

29.01.2018

Erst die Versuche an Affen, nun kommt ans Licht: Auch Menschen wurden giftigen Stickoxiden ausgesetzt, um deren Schädlichkeit zu testen. Die Forschungseinrichtung EUGT der führenden deutschen Autokonzerne hat die Studie finanziert. Durchgeführt wurde sie hier bei uns in Deutschland – am Universitätsklinikum Aachen.

29.01.2018

Der millionenschwere Hackerangriff auf Digitalgeld in Japan hat Folgen für die betroffene Handelsplattform. Die Finanzaufsicht fordert Gegenmaßnahmen. Die Diebstahlopfer sollen entschädigt werden.

29.01.2018
Anzeige