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Studie: Stromverbrauch von Geräten oft nicht realistisch

Verbraucherschützer warnen Studie: Stromverbrauch von Geräten oft nicht realistisch

Haushaltsgeräte ziehen im täglichen Gebrauch laut Studien nicht selten mehr Strom, als die Hersteller angeben. Verbraucherschützer fordern darum, den Verbrauch realistischer zu ermitteln.

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In Zukuft soll Herstellern verboten werden, den Verbrauch unter Testbedingungen künstlich zu drücken.

Quelle: Oliver Berg

Berlin. Haushaltsgeräte ziehen im täglichen Gebrauch laut Studien nicht selten mehr Strom, als die Hersteller angeben. Verbraucherschützer fordern darum, den Verbrauch realistischer zu ermitteln.

Nicht für alle Geräte seien die von der EU vorgegebenen Berechnungsgrundlagen „besonders nah an der Realität“ dran, sagte Johanna Kardel vom Verbraucherzentrale Bundesverband der Deutschen Presse-Agentur. „Hersteller halten sich an Regeln, aber die Regeln sind die falschen.“

Laut Verbraucherschützerin Pardel gibt es aber Bewegung: Eine kürzlich vom EU-Parlament gebilligte Neuregelung sieht auch vor, Vorgaben zu erarbeiten, nach denen der Stromverbrauch von Geräten so gemessen wird, dass er Verbrauchergewohnheiten näher kommt.

Außerdem soll Herstellern verboten werden, den Verbrauch unter Testbedingungen künstlich zu drücken. Da seien sich Politik, Verbraucherschützer und auch die meisten Hersteller einig, sagte Kardel.

Eine Untersuchung mehrerer europäischer Umweltschutzorganisationen kommt zu folgendem Schluss: „Standardisierte Produktmessungstests spiegeln nicht immer Alltagsbedingungen wieder.“ Zum Teil seien sie veraltet. So werde etwa für den Test des Verbrauchs von TV-Geräten für das Energielabel noch immer auch ein zehn Jahre alter Videoclip eingesetzt. Neben Fernsehern wurden Spülmaschinen sowie Kühl- und Gefrierschränke untersucht.

In der Untersuchung wurden Tests angewendet, die realen Nutzungsbedingungen und der heutigen Technik gerechter werden sollen. So ergaben sich mitunter wesentlich höhere Stromverbrauchswerte als bei den für das Energielabel vorgegebenen Tests. Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte zuvor über die Untersuchung berichtet.

dpa

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